Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 3 (1924)
- Issue
- 36 (4.9.1924)
- Date
- 1924-09-04
- Page
- Seite 542 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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542 Kleine Chronik. In der Synagoge von Bad Driburg i. IW. fand kürzlich «die Enthüllung einer Denktafel für die im Kriege 1914/18 gefallenen Mitglieder der Ge. meinde statt. Die jüdische und die nichtjüdische Bevölkerung beteiligten sich in großer Zahl an der Feier und Prediger Rosenthal aus Hörde i. W. hielt die Gedenkrede. —- Am 1. September konnten Rentier Meyer Löwenthal und seine Gattin, geb. Rosenberg, in Duderstadt das Fest der diamantenen Hochzeit begehen. Landesrabbiner Dr. Lewinsky aus Hildesheim nahm an dieser Feier teil. Herr Löwenthal wurde anläßlich dieses Jubiläums zum Ehrenmitglied der Gemeinde ernannt. — Herr Salo Orgler wurde zum Ehrenbürger der Stadt Peis-kretfcham ernannt. Antworten. G. K., Berlin, Holsteiner Ufer. Wir danken Ihnen für die Mit. teilung, daß am 22. März 1897 Rabbiner M a y b a u m als Vertreter der Berliner jüdischen Gemeinde zu dar Einweihung des KaiferMilhelm-Denkmals Zugezogen wurde. Diese Ausnahme bestätigt wohl nur die Regel, die Rabbiner Dr. Jacob (Dortmund) in dem Aufsatz „Parität" (Nr. S4 „C. V.-Ztg") aufstellte, indem er sagte: . . in dem Preußen-Deutschland des alten Regimertts war die Mißachtung (nämlich des Judentums. D. Schristlg.) System." Nach Friedland (N.-L.). . Wir veZssentlichen gern Ihren Zrotschrei: „Dem jüdischen Friedhofe in Frredland (N.-L.) droht vollkommener Verfall. Im Orte selbst wohnt kein einziger Jude mehr, aber früher war dort eine sehr große und fromme Gemeinde. Der Synagogenvorsteher Wilhelm Wolfs rn Lübben (N.-L.) nimmt auf feinen Namen, Postscheckkonto 34 588 Berlin, gern Spenden entgegen, und wir hoffen, daß zahlreiche Glaubensgenossen zur Erhaltung dieses Gottesackers beitragen werden." Nach Livvftadl. 42 Mark von Herrn S. S. in Ehikago dankend erhalten. Es berettet uns besondere Genugtuung, daß unsere Arbeit auch bei den jüdischen Deutschen Amerikas volle Würdigung findet. M. P., Lichterfelde. Wir bringen gern zur Kenntnis, daß in dem Hotel „Waldkater" in Dhale am Harz (Besitzer Georg Löbsack) jeder Gast gleichviel welcher Konfession gleich freundlich und aufmerksam ausgenommen und bewirtet wird. Wir bemerken dazu, daß wir niemals das Gegenteil behauptet haben. B. Lt., Berlin. Sie haben recht, Herr Heinrich Dolle ist nicht Mitglied des Reichstages, sondern er hat nur zum Reichstag kandidiert, ist aber nicht hineingewählt worden. Wir hoffen, daß ihm dres auch bei dev nächsten Reichstagswahl gelingen wird. K. B., Bremen. Wir danken Ihnen für die Zusendung des „Völkischen Ratgebers" in Bremen, der an der Spitze seines Blattes mitteilt, daß das Organ der Völkischen vom -kommenden September ab „Deutscher Ratgeber" heißen wird. Als „entscheidender Grund" für diese Namensänderung wird ' Bei Herzkrankheiten und Erkrankungen öer Vasomotoren (Gefäßnerven, welche die Blutbewegung und Blutverteilung beeinflussen) verordnen die Aerzte seit Jahren Kohlensäurebader als Spezifikum. Tausende besuchen alljährlich die natürlichen Quellbäder Nauheim, Kissingen usw., aber nicht jeder kann sich diese Ausgabe Leisten, auch find häufig Nachkuren zu Haufe erforderlich. Es war deshalb ein -angegeben: „daß alles vermieden werden soll, was auch nur im geringsten dem Verdacht Anhaltspunkte liefern könnte, unser Blatt stünde im Dienste einer polttschen Partei, Bewegung oder Gruppe. Wir haben unseren Werbern längst zur unumgänglichen Pflicht gemacht, diese unsere vollständige politische Unabhängigkeit zu betonen. Mit anderen Worten: Das Wort „Völkisch" hat keine Werbekraft mehr. Möge es feine Zugkraft auch bald in anderen Teilen des Reiches verlieren! E. C., Leipzig. Ein wahrhaft „nationales Deutscher ist Herr Karl Eckart, Fürth i. B., Inhaber der Firma Standard, Bro-nzefarben-Werke. Gegen das Verbot der deutschen Regierung hatte er sich mit dem von der Besatzungsbehörde errichteten, in französischem Interesse arbeitenden Ein- und Ausfuhramt in Ems in Verbindung gesetzt. Von Generaldirektor Krotoschin von der Firma Wetzel it. Naumann A.-G., LoixM, wegen dieses Verstoßes gegen die vaterländische Pflicht gebrandmarkt, wagte es Herr Eckart auf Grund ferner Eigenschaft als nationaler und deutsch stämmiger Christ, Herrn Krotoschin in einer Zuschrift politische und Vaterländische Morallehren zu erteilen und a-nzufragen, ob er etwa auch seinem Namen, seiner Abstammung und allen seinen Handlungen nach so deutsch sei, wie er. Ä. (Su, Beuthen. Die in dem Artikel „Neuere Romanliteratur" (Rr. 35 der „E. V.-Zeitung") von Justizrat Kirschner genannten Bücher sind in folgenden Verlagsanstalten erschienen: Max Joseph, „Kyrie eleison", Verlag Hermann K a y f e r , Kaiserslautern. G a g e r n , „Das nackte Leben", Verlag Paul Parey, Berlin. Halb ach, „Genosse Levi", Verlag Weiche rt, Leipzig. B l o e m, „Brüderlichkeit", Verlag G r e t h l e i n u. Co.. Leipzig und Zürich. Vereinsnachrichten. Verband Grofr-Berliner Ortsgruppen. Ortsgruppe Friedenau-Steglitz. Vortragsabend: Donnerstag, 11. September, abends 8 Uhr, im Natskellersaal Friedenau (Eingang Lauterstraße): Dr. Curt R e a ch : „Ernstes und Heiteres aus letzter Zeit." Anschließend gemütliches Beisammensein mit musikalischen Darbietungen. Gäste willkommen! Eintritt frei! Der Vorstand. Berlin jüdischer Handwerkssehilfen. Der Verein hat in seiner letzten Vorstandssitzung beschlossen, korporativ dem Central-Verein beizutreten. Wir begrüßen diesen Beschluß und werden den Verein gern in seinen Bestrebungen, wo irgend angängig, unterstützen. Für die Schristleitung verantwortlich: i. V. Alfred Wiener, Berlin SW 68. — Unverlangte Manuskripte werden nur zurückgesandt, wenn freigemachter Umschlag beiliegt. — Verantwortlich für den Anzeigenteil: Max. Junge, Berlin-Friedenau. — Druck von Rudolf Mosse, Berlin SW 19. nicht zu unterschätzender Fortschritt, als es Hofrai Dr. Zucker (Dresden) gelang, ein künstliches Kohlensäurebad herzustellen, welches in seiner Wirkung den natürlichen Quellbädern nahe kommt und heute auch von fast allen Badeärzten zu Nachkuren verordnet wird. Man achte auf die Marke „Zuckiß", Dr. Zuckers Kohlensäurebad ,mit den Kissen", Fabrik Max Elb A.-G., Dresden. >4 iilTi r Ich bin beim Land- und Amtsgericht Esse« zugelassen. Dr. Herzfel- II Rechtsanwalt. Bureau: Essen, RndreaSstratze 8. Breslau. Israelitisches Mädchenpensionat Clara Ebstein» Elsässer Str. ir. Prospekt auf Wunsch. Abitur, Oberieknnda. Vormittagschule, Abendschule, Vorbereitungsanstalt. Direktor Danziger, Berlin, Alte Jakobstraße 124. (BreiSgau), Soethestratze3. JiCIPUi g Tvchterpenfionat nebst Töchler- Eisene Villa. schule und Haushaltungskurse. Frau Jda CohnundLotte Bernstein,; staatlich geprüfte Lehrerinnen. Vorzügliche Ausbildung. 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