Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 2 (1920-1921)
- Issue
- Heft 23-24 (Juni 1921)
- Date
- 1921-06-01
- Page
- Seite 382 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2276426-2276451-2276472--810-2277374- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Gute Vücher. Wir haben schön in einer früheren Nnmmer de« „Bar-Kochba" einen Abschnitt aus dem Büchlein: Volksleben im Lande der Bibel entnommen. das von Prof. Mar Löhr verfaßt und im Verlag von Quelle und Meyer in Leipzig (Sammlung „Wissenschaft u. Bildung") erschienen ist. Auch der Beitrag „Wohnstätten in Palästina" entstammt diesem Buch, das den älteren Bar Kochba-Lescrn wärm empfohlen werden kann. Die letzte Auflage ist I!U H er« schienen, so daß weitaus die meisten Angaben noch zutreffen. Wie anschaulich der Verfasser zu schildern weiß, wißt Ihr selbst, wenn Ihr die beiden hier abgedruckten Aussätze gelesen habt. Das Buch beginnt mit einein einleitenden Kapitel über „Land und Leute". Wie im Fluge zeigt es »nS zunächst die verschiedenen Delle Erez Israels und wenn man es nicht verabsäumt, auf der Karte nachzuprüfcn was. das Buch berichtet, bekommt man schnell eine klare Übersicht über die physikaliche Beschaffenheit des Landes. DaS zweite Kapitel handelt vom häuslichen Leben der Bewohner Palästinas. Wie Araber, Juden und (Christen wohnen, sich ernähren, was für Sitten und Gebräuche sie haben, wird anschaulich geschildert. Ein weiterer Abschnitt befaßt sich besonders mit dem Leben der Frauen. Dann folgt "das für uns besonders interessante Kapitel über das Landleben, in dem viel mehr steht als das, wav wir hier schon veröffentlicht habe», insbesonderc über die Pflanzen, dien« Erez Israel wachsen. Dann wird vom Geschästsleben erzählt, von den Bodenschätze».den Berkchrswegcn, von Karaivanen. Eisenbahnen und Häfen, von den Landesprodukten und wie sie ins Ausland verschickt werden. DaS nächste Kapitel handelt vom „geistigen Leben", insbesondere von den Schulen, und hier stehen sehr interessante Ausführungen über die hebräische Sprache und die hebräische Schule in Palästina. Wenn Prof. Löhr schreibt: „Man muß die riesige Geistesarbeit bewundern, die hier geleistet ist, so freuen wir uns besonders darüber, daß es ein christlicher Gelehrter ist, der zu diesem Urteil gekommen ist. Zum Schluß stellt der Verfasser noch das Jerusalem von einst und von jetzt einander gegenüber. Was dieses Büchlein besonders empfehlenswert «nacht, ist dreierlei: l. es ist verhältnismäßig sehr billig, es ist «ncht von irgend cinein Reisenden geschrieben, soildern von einem bekannten Gelehrten und :r, es hat eine Anzahl recht guter Bilder. Wer also etwas über das Leben in Erez Israel lesen «vill, möge eS sich kaufen. * Wir haben in den zwei Jahren, die der Bar Kochba besteht, über sehr viele Dinge gesprochen, aber über ein Gebiet hat noch garnichts dringeständen: über die Astronomie, die Lehre von den Himmelskörpern. Offen gesagt kam das daher, «veil der Herausgeber von diesen Dingen nichts versteht und noch «licht dazu gekoinmen ist, sich mit ihnen zu beschäftigen. Aber heute Möchte er Euch wenigstens ein Buch empfehlen, das'er selbst in einer einzigen Nacht ausgelescn hat, so interessant ist es. Es heißt „Die Milchstraße" und sein Verfasser, Fritz Kahn» ist derselbe, der das Buch „Die Juden als Rasse und Kulturvolk" geschrieben hat, das wahrscheinlich viele Eltern unserer Leser besitzen. Kahn führt uns in die Wunderwell des Himmels, zeigt uns, >vie die Milchstraße aus. Millionen und Äbermilljonen Hiinmelskörpern besteht: Sonnen, Erden und Mondeil, und daß unsere eigme Erde auch nichts ist als so ein Sternchen im unermeßlich weiten Htmmelsrauin. Gleichzeitig lernen «vir die Wunder der modernen Wlssenschaft kennen, die mit Hilfe deS Fernrohrs und der photographischen Platte heute Dinge erklären kann, die für die vergangenen Zeiteil unlösbare Rätsel «varen. Die Aelteren von Euch können dies Büchlein «vohl ohne jede Schwierigkeit lesen, besoilders, wenn sie gute Mathematikschüler sind, es geht aber auch so. Es ist hcrausgegeben von KoömoS, Gesellschaft der Naturfreunde (GeschäftSftelle Franckh'sche Verlagshandlung) in Stuttgart. ES kostet nur i> Mark. . Ein sehr hübsches Buch, ist das, dem «vir die „Naturschllderungen'V in dieser Nuinmer eil tu ommen haben. Es heißt: „Natur erzählt." ist voil Hugo Otto, einenl Förstcrssohn, geschriebeil und im Bolksvereins-Verlag. München-Gladbach, erschienen. Es enthält eine gailze Mihe sehr interkssaillcr Naturschildernngen, die zun« größten Teil eigne