Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 2 (1920-1921)
- Issue
- Heft 19-20 (April 1921)
- Date
- 1921-04-01
- Page
- Seite 293 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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warum -er liebe Gott am peßach weinte Ms die Kinder Israel durch das Meer gezogen waren und Pharao samt seinem Heere in den Wellen versanken, da jubilierten die-Engelim Himmel und stimmten Freudenlieder an. Sie schauten dabei immer zur Erde hernieder um zu sehen, wie die Wolkensäule das jüdische Volk durch die wüste geleitete. Einmal aber blickte ein kleiner Engel zum Throne des lieben Gottes auf und da sah er, daß Gott sein Haupt in beide Hände gestützt hatte und bitterliche Tränen weinte. Da lief er schnell zu ihm hin, kletterte auf seine Knie und fragte: „Lieber Gott, warum weinst Du?" Da sagte Gott zu dem Engelein: „Es war einmal ein Vater, der hatte zwei Löhne, einen guten und einen bösen. Und der Böse tat dem Guten gebranntes Herzeleid an und trachtete ihm sogar nach dem Leben. Eines Tages nun verunglückte der böse Sohn und starb, was meinst Du, was der Vater da getan hat?" „Da wird er wohl geweint haben", ant* wartete das Engelein, „denn er war doch der Vater und hatte gewiß auch den bösen Sohn lieb." „3a, siehst Du, „fuhr der liebe Gott fort, „und ich bin der Vater aller Geschöpfe auf Erden, sie alle sind meine Kinder, die ich lieb habe. Und ich sollte nicht weinen, wenn so viele von ihnen in den Wellen des Meeres untergehen? viele tausende meiner Geschöpfe Menschen und Tiere, gehen zu Grunde, und ich sollte nicht trauern?" Da ging das Engelein zu seinen Gefährten und erzählte ihnen, warum der liebe Gott weinte. Da hörten sie auf, zu singen und zu jubilieren. „Und wären wir auch alle Weise, wären wir alle klug, alt und erfahren, und wären wir auch alle Kenner der Thora: wir müßten dennoch vom Auszug aus Egypten erzählen, der aber, der am meisten vom Auszug aus Egypten erzählt, wahrlich, der ist zu loben." tyagada«,.) Die weisen von vne v'rak. 293 , SS