Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 2 (1920-1921)
- Issue
- Heft 15 (Februar 1921)
- Date
- 1921-02-01
- Page
- Seite 227 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2276426-2276451-2276465--648-2277223- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
stumm, wie bisher. Aber wenn er noch lebt, so neiget euch vor seiffem Namen!" Da stürzten die Steine mit lautem Gepolter um, nur der den Namen Josef trug, stand aufrecht. Da erkannte Jakob, daß sein Lohn noch lebte und er freute sich in seinem Herzen, vor den Augen seiner Leute aber tot er, als glaubte er an seinem Tod und trauere um ihn. Als aber ein Jahr vergangen war, ohne daß Nunde von Josef Kam, fing. Jakob wieder an zu zweifeln. „Die Steine haben wohl die Wahrheit gesagt," sprach er zu sich selbst,„aber wer weiß, was seither ihm begegnet sein mag. Ich will wiederum Gott befragen." Da ging er hinaus auf das Feld und rupfte zwölf AehreN aus dem Loden und schrieb auf ihre Halme die Namen seiner Söhne. Dann grub er zwölf Löcher und pflanzte die abgerissenen Aehren wieder ein. Nach einigen Tagen waren elf von den Aehren verdorrt, die zwölfte aber, die neue Wurzeln geschlagen hatte Und ihr Haupt stolz im winde bewegte, trug den Namen Josef. So tat Gott dem Jakob zum zweiten Mal kund, daß sein Lohn noch lebte. Das war in dem Jahr, da Jakob zu seinen Söhnen sprach: „Was zögert ihr noch? Haben Mr Uicht gehört, daß Getreide genug in Mizrajim ist? Auf, schafft uns von dort Vorrat, auf daß wir leben und nicht sterben." In Prag fanden im November vorigen gebraucht werden, sondern man müh sie —- Jahres Tumulte statt, die sich begraben, vor einigen Tagen fand dieses gegen die Deutschen und Juden richteten. Begräbnis auf bem uralten jüdischen Friedver Pöbel drang in das ehemalige Ghetto Hof statt, aus dem der hohe Rabbi Löw ein und bestürmte auch das »jüdische Batseine Grabstätte gefunden hat. Tausende Haus", ein altes Gebäude, das früher den standen zwischen den Jahrhunderte alten Juden wirklich als Rathaus gedient hat Grabdenkmälern, als die Rabbiner mit und in dem heute noch die .alten Rkten, den zerrissenen Thorarollen und den pergadarunter kostbare Manuskripte und Thoramentschnitzeln erschienen. Rm Grabe eines rollen, aufbewahrt werden. Ein Teil dieser frommen Mannes hatte man eine kleine Sammlung fiel in die Hände der §tür> Grube ausgeschachtet, und in ihr wurden menden, sie zerrissen die Manuskripte und die Ueberbleibsel beigesetzt, nachdem man Thorarollen und warfen die Fetzen auf sie in Tonröhren getan und diese dann die Straße. Rls die Ruhe wiederhergestellt vermauert hatte. Zeit mehr als fünf, war, sammelten die Prager Juden alle , hundert Jahren hat in Prag ein derartiges diese Pergamentstückchen sorgfältig. Venn Begräbnis geschändeter Heiligtümer nicht nach der Vorschrift dürfen Thorarollen, stattgefunden, und hoffentlich ist es das letzte, Mesuffoth usw., wenn sie unbrauchbar ge» das der alte Judenfriedhof dort erlebt, worden sind, nicht vernichtet oder sonstwie 227