Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 2 (1920-1921)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1920)
- Date
- 1920-12-01
- Page
- Seite 187 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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große eiserne lvese der Madame vowidl über den eisernen Fakten von BLCü, und dann drehte er so lange an einem Gewinde, bis die Kuppelung genügend gespannt war. Dann verband er die Bremsschläuche miteinander, drehte an einem Hahn und plötzlich fühlte BCCii, wie durch zahlreiche Köhren seines Körpers der heiße Dampf aus dem Kessel der Madame Vowidl strömte. Der Dampf stemmt sich gegen die Bremshebel. ganz von selbst heben sich die schweren stählernen Bremsklötze, die bisher fest an den Kadern gelegen hatten und BCCü spürte: „Jetzt brauche ich nur noch gezogen zu werden, und ich rolle davon." (Er mußte das wohl in seiner Freude laut gesagt haben, oder alte Lokomotiven haben hie Gabe, Gedanken zu erraten, jedenfalls sagte Madame vowidl: „Ja, junger Freund, gleich wirst du rollen, und wirst dein ganzes, langes Leben lang nichts anderes tun, als zu rollen, immer unermüdlich auf diesen glatten, eisernen Schienen dahinzujagen. Ziehst du, ich bin heute eine alte Frau, und habe das Kennen nicht ausgehalten, aber wenn ich so einen jungen Vachs sehe, wie dich, dann wird mir immer ganz wehmütig ums Herz, Wie habt ihrs gut, ihr Jungen." „Huatsch nicht, Alte," sagte der Lokomotivführer, der Madame vowidls Sprache kannte, und stellte die Steuerung um, sodaß sie jetzt in umgekehrter kichtung laufen mußte, als bisher. Und plötzlich spürte BCCü einen leisen kuck, - seine acht blitzblanken, starken Kader bewegten sich, - sein ganzer Körper begann dahinzuschweben, - Madame vowidl fauchte schon wieder voller Zorn, die IjaDe wich langsam zurück, weiter, immer weiter, neue vinge, die er nie gesehen hatte, schwebten an BCCü vorüber. So hielt er an der sorgsamen Hand der Madame Vowidl seinen Einzug in die Welt der Schienen. (5 o r t j » Y u n 4 s o l g 1,) Die h ebrä s che Erzählung auf der nächsten Seite ist eines der schönsten Märchen der Gebrüder Grimm, von denen Ehajim Krupnik eine hebräische Ausgabe besorgt hat (Verlag „hamenorah", Berlin), hoffentlich sind recht viele von Euch imstande, selbst herauszubekommen, welches Märchen es ist. 197