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Bar Kochba · 1920-12-01 · Heft 11 (Dezember 1920) · p. Seite 165

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
2 (1920-1921)
Issue
Heft 11 (Dezember 1920)
Date
1920-12-01
Page
Seite 165 (sequence 5)
Language
German
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Huf dem Boden der Halle liefen unzählige Lchienenpaare nebeneinander her. Aber auch oben, jn der Lust, gab es genau so viele Schienenpaare, von mächtigen eisernen Trägern gestützt. Aus ihnen rollten lautlos kleine, niedere Gestelle mit außerordentlich starken Nädern, von diesen Gestellen hingen eiserne Netten und Drahtseile hernieder, welche die schwersten Eisenstücke spielend zu tragen vermochten. Ungeheure Lasten hingen an diesen Netten und Seilen herab, unhörbar fast rollten die Gestelle über ihnen hin und her und trugen sie in der Lust schwebend dorthin, wo man sie brauchte. Lautlos glitten die Seife über ihre Nöllen, und die Niesenlasten Hoben und senkten sich, wie eine unsichtbare Gewalt es wünschte. Dieses leise Gleiten und Schweben in der lärmerfüllten Halle mit ihren hundert Geräuschen war säst unheimlich. Es gab auch Menschen in der großen Halle. Nicht weniger als zweitausend Arbeiter scharwerkten dort Tag und Nacht. Aber man sah eigentlich nie einen. Sie waren so winzig klein in diesem Naum und vor den großen Maschinen. Sie schienen nicht mehr als deren demütige Diener. Sie standen vor ihnen mit aufmerksamen Gesichtern und angespannten Sinnen und bedienten sie mit großer Achtsamkeit und Pünktlichkeit. Sie sorgten dafür, daß sie rechtzeitig neue Nahrung bekamen, daß sie stets sauber gehalten wurden und immer Arbeit hatten. Venn diese Wesen aus Stahl und Eisen besitzen eine furchtbare Arbeitsgier. Wenn sie nichts zu tun haben, sind sie tot und häßlich, rosten bald und sind zu nichts mehr zu gebrauchen. Gft waren sie auch bösartig und tückisch, dann packten sie in einem unbeachten Augenblick ihren Diener und zermalmten ihn. Trotzdem sagten die Menschen, sie seien die Herren und die Maschinen seien die Unechte, die sie sich geschaffen hatten. Aber die Maschinen wollten das nicht einsehen. BCCii war ein Rind aller dieser Maschinen und aller dieser Menschen. Jawohl: vierhundert Maschinen und zweitausend Menschen hatten ihre Arbeit verrichten müssen, ehe sie KLLü geschaffen hatten. BCCü hatte viele hundert Bestandteile, von den acht Rädern, auf denen er lief und den starken eisernen Wänden bis zu den Glasscheiben in den Fenstern, den puffern an den Stirnseiten, den unzähligen Nieten, Nägeln und Schrauben, die in seinem Leibe steckten. Es dauerte viele Wochen, bis alle diese Teile hergestellt und beieinander waren. Endlich aber war es soweit, und in der Stunde, in -er 165

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