Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 2 (1920-1921)
- Issue
- Heft 9-10 (November 1920)
- Date
- 1920-11-01
- Page
- Seite 143 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Feinde zu betrachten. - Sein Schiff hieß „willkommen" und hundert Huäker mit ihren Familien und ihrem Hausrat und zum Teil sogar mit ihrem Vieh hatten sich auf dem Segler eingeschifft. Vierzehn Wochen dauerte die Uederfährt. Man schrieb den t. September >682,- als William penn seinen „heiligen versuch" zu unternehmen begann. In Amerika angekommen, begann die eigentliche Kufgabe: zu zeigen, daß ein Staat nicht durch Mord und Kaub, Krieg genannt, ausgebaut werden muß, sondern daß es ohne Waffen und Vernichtung auch und zwar noch besser möglich ist. penn versuchte zunächst, den Indianern zu zeigen, daß er wirklich ihr Freund war. Mark- Ham hatte schon einiges Land gekauft und in penns Namen einen Freundschaftsbund mit ihnen geschlossen. So waren sie bereit, dem großen Engländer, den sie in ihrer Sprache Gnas l-penn, deutsch: Feder) nannten, freundlich zu empfangen. Er ging mit ihnen allein und ohne Waffen in ihre Wälder, nahm an Ihren Festen teil und saß nachts an ihren Feuern, kls er sieben Monate mit ihnen ,gelebt und einige ihrer Häuptlinge gut kennen gelernt hatte, schlug er ihnen vor, eine große feierliche Zusammenkunft mit all ihren Führern und Kriegern zu veranstalten, um einen dauernden Bund des Friedens und der Freundschaft zu gründen. Vas wurde gern angenommen. kn dem bestimmten Tage Kam penn mit einigen wenigen Csuäkern an den vereinbarten Platz unter einem riesigen Baum, von der andern Seite nahten sich die Indianer, an ihrer Spitze der oberste Häuptling, namens Taminent. klle Indianer waren bewaffnet, trugen ihren Federschmuck und waren mit" den Kriegsfarben bemalt. Nachdem alle Platz genommen hatten, redete penn zu ihnen in ihrer eigenen Sprache. Er sagte ihnen, daß der „Große Geist", der imhimmel wohne, der Vater aller Menschen sei und wünsche, daß alle Menschen als vrüder miteinander lebe» sollen. Der „Große Geist" wisse, daß er und die mit ihm gekommen seien, den heißen Wunsch hätten, in Frieden mit dem roten Manne zu leben und sein Freund zu sein, keiner von ihnen tröge je ein Gewehr oder einen Säbel, sie wollten den Indianern begegnen auf dem breiten weg der Treue und des guten Willens. Er glaube, daß seine roten Brüder dasselbe wollten und er biete ihnen Freundschaft an. Er las ihnen dann den Vertrag vor. Darin ltand, daß von diesem Tage an die Indianer und die Weißen prüder sein wollten, daß alle Wege für jedermann frei sein sollten, und daß die Tore der weißen Menschen den Koten offenstehen sollten und die der Koten den Weißen. Wenn cs Streit gäbe zwischen einem weißen Manne und einem roten, so sollten zwölf Indianer und zwölf Weiße zusammentreten und kecht sprechen. Beide aber, Kote und Weiße sollten ihren Oer Vertrag mit den Indianern (Die Indianer mallen als Unterschrift die vilder ihrer Namen, z. v die Schildkröte. dervüffelusw ) / 1 /' .? E iV T