Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 2 (1920-1921)
- Issue
- Heft 2 (Juli 1920)
- Date
- 1920-07-01
- Page
- Seite 20 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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D i e nt ä n n e Zirm Jm 3of?« 600 v. Lhr. zur Kegierungszeil de; König; Io ja k i m, entbrannte Krieg zwischen den beiden mächtigsten Neichen der damaligen Zeit, zwischen Babylon und Aegypten Dar Land Juda lag zwischen ihnen, und der König von Babylonien. Ne bukodneza r, stellte die Forderung sofortiger Unterwerfung, sonst würde er es auf seinem Zuge wider Aegypten vernichten. In dieser Not berief der König alle; Volk nach Jeruschalajim, uM mit Gebet im Tempel da; Unheil abzuwenden und eine Entscheidung zu treffen. Die Juden trieben aber damals schon lange jede Art Götzendienst, den sie von den umwohnenden Völkern lernen konnten und sündigten gegen alle Gebote der Thora. Dennoch hielten sie sich für unbesiegbar, denn, so ' sagten sie, wer wird e; wogen, das Heiligtum anzugreif« n? Da stand unter ihnen ein Mann auf, Jirm ija hu au; Knatoth, in dem lebte „och der alte jüdische Geist und gleichzeitig vermochte, er die Dinge der Zukunft vorauszusehen. Er schrieb an die Versammlung einen Brief, den sein Schüler Baruch ihr vorlar, In dem Brief stand: „Glaubt nicht, daß ihr ungestraft sündigen dürft, weil der Tempel in eurer Mitte ist. Da; wahre Heiligtum Gottes ist im Herzen der Menschen, unh da; habt ihr entweiht, so wird euch ein steinernes Haus nicht schützen. Da; Strafgericht ist unabwendbar, unterwerft euch Nebukadnezar. sonst vernichtet er euch gänzlich." Erschrocken eilte da; Volk zum König. Der Netz sich den Brief de; Jirmijahü vorlesen. Dann nahm er ihn und warf ihn Blatt um vlatt in da; Kohlenfeuer, da; di« Halle erwärmte. Aber erst unter einem Sohne Jechon ja fand der Babyr d e $ 9. H b i j ah u Ionier Zeit, gegen Juda zu ziehen Ghne Mühe wurde da; flache Land von ihm erobert, dann legte sich sein Heer wie ein eiserner King um Jeruschalajim, um e; zu belagern. Jirmijahü mahnte und prophezeiteforderte Unterwerfung unter das Schicksal» aber erst als die. Not den Gipfel erreicht hatte," entschloh sich Jechonja dazu. Er mutzte dem Thron entsagen, wurde nach Babel verbannt, und mit ihm mutzten 10000 Jerusalemer die Heimat verlassen. Den TeMpel aber und die Stadtmauern rührte Nebukadnezar nicht an. König wurde 3 e d e k i a, der Neffe des früheren Königs Josia. Er war schwachmütig und hatte keinen eigenen willen, deshalb glaubte der Babylonier wohl, er würde es nie wagenden feierlichen Treueid zu brechen, den er ihn schwören lieh, ehe er wieder aus dem Lande zog. Aber die jüdischen Fürsten waren empört über ihre Unterwerfung, sie stachelten Zedekia an, seinen Schwur zu brechen, sich mit Aegypten und ein paar kleineren Staaten zu verbinden und Nebukadnezar die Gefolgschaft zu kündigen.' König Zedekia war wachs in ihren Händen, er gab ihrem Drängen nach. Nun rüstete sich alles zum Kampf. Vas '.freiheitsliebende Volk ertrug das Joch des Feindes nur mit Hatz, es glaubte an einen Sieg. Grotz war die Begeisterung und der Mut, und nur einer ging im Lande umher und rief laut,, datz aller Mut und alle Begeisterung Wahnsinn sei, datz Jeruschalajim untergehen müsse, wenn es sich gegen das Schicksal empöre: Jirmijahü Er wutzte, wie tief das Volk gesunken war, und glaubte fest, datz sein Schicksal sich nicht eher zum Guten wenden könne, bis es die Strafe auf sich genommen habe. Er sah in prophetischem Geist das furcht-