Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 17
- Date
- 1921-03-01
- Page
- Seite 268 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Bilöer aus der jüdischen vergangenheit Der Ürand der Iudengajse in Frankfurt a. M. im Jahre 1711. Gegen acht Uhr abends der 14. Januar stehen, fUs dar Feuer dar Ende der im Jahre 1711 er war an einem Judengasse erreicht hatte, schlug der Wind Mittwoch — stiegen mächtige Rauchwolken um. 5o blieb die Stadt verschont.- In der qur dem Weichbilde Frankfurts auf. Ls Fahrgasse wurden von den Häusern der brannte in der Judengasse, der heutigen Christen nur zwei beschädigt und eine Börnestraße Die überaus enge Gasse mit Scheune brannte ab. Line große Gefahr ihren Holzhäusern, di« zahlreich mit Ueberfür die Stadt bildete der zum Dominikaner- Hängen versehen waren, bot hem zer- Kloster gehörige Mönchturm, der sich in die störenden Element eine geeignete Stätte. Judengasse einschob. Mit Pulver und Dazu entfachte der wind fortwährend die allerlei Munition gefüllt, hätte seine Gluten. Die plötz lich her eingebrochene Ge fahrhatt, den aus gescheuch ten Bewohnern der Gasse fast jegliche Be sinnung geraubt. In de, Befürchtung. die Christen könnten sich an dem Hab Explosion dar Unglücknoch schrecklicher werden lassen.Seine Mauern hielten dem Feuer ' stand Die ihrer habe beraubten Juden flüchteten größtenteils auf «krltürmuiili ftcr granksurler g»be»>iasse im Zetlmilch-Kusltand v den Friedhof mit dem wenigen, und Gut oergreisen, versperrten sie den was sie gerettet hatten. Der Rat ordnete zur. Rettung herbeieilenden Bürger» die. an, daß die armen Juden im Pestilenz- Gasse. Die Berte der Zimmerleute mußten Haus') untergebracht werden sollten. Dort dar Tor am )udenbrückchen einschlagen, sollten sie mit Holz und -dem Nötigen verdoch die -Hilfe kam zu spät. Bll« Häuser sorgt werden. Die reicheren Juden, quarnach neueren Schähungen waren es tierten sich bei den Bürgern ein. Wer etwas über 200 an der Zahl — brannten von den Juden keine „Stättigkeit" besaß, nieder, nur ein unvollendetes Hinterhaus in der Nähe der Wallgrabens blieb haur für pepkranti, -) wohnerlaubni,. 268