Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 13
- Date
- 1921-01-01
- Page
- Seite 203 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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er hier sah Und immer mehr setzte sich in ihm der Gedanke fest, daß er schrecklich sein müsse, immer so ordentlich zu sein wie diese Jungens. Dann stiegen sie wieder herunter und gingen mit ihm in den Keller. „Eigentlich dürfen wir hier nicht her," sagten sie, „aber wir sollen dir doch dar Haus zeigen und dazu gehört doch auch die Küche." Ms Moses in diese Küche kam, sperrte er vor Erstaunen den Mund auf. Mutter Trina kochte aus einem ganz kleinen Herd. tjier aber stand in einem großen Kaum ein Kochofen, der fast so groß war, wie zu Hause die ganze Küche, und auf diesem Gfen stand ein Topf, in dem der kleine Moses Pipenbrink rettungslos hätte ertrinken müssen, wenn man ihn hineingeworfen hätte, und davor stand eine Köchin. „Vas ist der Kaffeetopf," sagten die )ungens. „was da drin ist, trinken wir heute abend aller aus." Moses trank für sein Leben gern Kaffee, aber Mutter Trina hielt Milch für viel gesünder, und so bekam er sein Lieblingsgetränk nur selten. Vieser große Kaffeetopf versöhnte ihn ein bißchen mit der peinlichen Ordnung, die im Schlafsaal und in der Putzkammer geherrscht hatte. Ms sie wieder ans Tageslicht stiegen, verabschiedete sich Herr Silbermann gerade, und der Herr. mit dem er sprach, fragte: „Na, Moses, willst du bei uns bleiben?" Moses sah ihn von unten herauf schief an. - „Der Kaffeetöpf und die Küche sind sehr schön," sagte er dann langsam, „aber Stieselputzen mag ich nicht und im Schlafsaal ist es zu ordentlich." Die Herren lachten und Herr Silbermann klopfte ihm auf die Schulter, „Laß man gut fein, Moses, man gewöhnt sich an alles. Sogar an wrdnung." Und dann gingen sie wieder heim, und Moses berichtete Frau Trina, in was für einem-merkwürdigen Hause er gewesen war. rs o « m „ g f o i g i.) E m p f e hl e n s w e r t e B ü ch er Die Eltern unserer junge» Leser ausnahmslos von führenden persönlichweisen wir auf die im Verlag der keilen geschrieben, Iper sich ohne große Mühe „Neuen Jüdischen Monatshefte" erschienene über deutsch-jüdische Fragen orientieren Lammelschrift „Vas deutsche Judenwill, findet in dieser Sammelschrist ein tum, seine Parteien und Organisationen" unentbehrliches Handbuch. Ls kostet hin. Dieses Auch vereinigt zum ersten geheftet M. 3. - geb. M. 4. und kann Male Aufsätze über alle großen Gruppen durch „Var Uochba" bezogen werden, und Institutionen im deutschen Judentum, __ 203