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Bar Kochba · 1920-12-01 · Heft 11-12 · p. Seite 164

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 11-12
Date
1920-12-01
Page
Seite 164 (sequence 4)
Language
German
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Ziegerzügen. So kam sie auch nach Palästina. Über während die anderen Völker sich ihr willig unterwarfen, weil sie höher stand als ihre eigene, bildeten sich unter den Juden zwei Parteien : die der Hellenisten*) und die der Thassidisten"), der Griechenfreunde und derjenigen, welche den jüdischen Glauben und dar jüdische Volksleben nicht gegen griechischen Götzendienst und griechische Unsitte vertauschen wollten. So gab er einen vrüderkampf in Israel: die einen wollten Griechen werden, die andern, wollten Juden bleiben! Und der SeleucidenKönig Antiochus, der damals über Syrien und Palästina herrschte, nahm die Gelegenheit wahr und wollte die Juden zwingen, vom Glauben ihrer Väter abzufallen. Er eroberte Jeruschülajim, errichtete im Tempel ein Götzenbild und schickte im ganzen Lande seine Truppen umher, um die vewohner zu zwingen, den Zchabbath zu entweihen, die Thora zu besudeln und Schweinefleisch zu essen. Die Hellenisten unterstützten ihn dabei, sie waren echte Volksverräter. Die große Masse des Volkes war voll Furcht, nachdem die Truppen des Königs in einer höhle tausende verbrannt hatten, die den Zchabbath nicht entweihen wollten und deshalb nicht kämpften. va geschah das Wunder! Nickt Feuer fiel vom Himmel herab, noch spaltete sich die Erde. Vas find die Kleinen Wunder. Die großen Wunder aber geschehen in den Herzen der Menschen, wenn ihr Glaube ihnen Kraft und Mut, gibt, eine Tat zu wagen. Und dieses Wunder geschah an dem alten Hohepriester Mathisjahu aus dem Geschlechts der hasmonäer, als er vor den Augen der Söldner einen Juden niederhieb, der sich vor dem Bilde des Zeus beugen wollte. An ihm und an seinen Söhnen, die das Götzenbild zerstörten, die Zöldner verjagten und und ganz Israel aufriefen zum Kampf für seinen Gott und für sein Volk. Der Glaube an den Gott Israels und die heiße Liebe zum jüdischen Volke war es. die den zehnfach stärkeren Feind besiegt haben, und den Tempel Wieder weihten. Und wenn wir in diesen Tagen zum Hellen Schein der Ehanukkahlichter das Moaus-Zur fingen und wir im Geiste die Gestalten der jüdischen Helden an uns vorüberziehen lassen, dann fühlen wir uns als Kinder desselben Volkes, das damals und zu allen Zeiten glaubte, daß nicht die rohe Gewalt, sondern der Glaube, nicht die Kraft, sondern der Geist das Schicksal der Menschen bestimmten. *| von h»lI.i».Ar,»ch,nI«nt> •* CHailid t>»r $rommf; 164

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