Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 9
- Date
- 1920-11-01
- Page
- Seite 134 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Silber aus der jüdischen Vergangenheit David Reubeni fln einem Februarmorgen des Jahres Glauben schenkten. Es waren seltsame >524 erwartete die jüdische Gemeinde von Zeiten damals. Die bekannte Welt, bisher Venedig in tiefer Erregung und Ungeduld so eng und klein, wurde plötzlich groß ein Schiff, das aus Alexandrien kommen und weit, welch wundersamen Erdteil sollte. Seltsame Mär war diesem Schiffe hatte hoch Kolumbus entdeckt, welch merkvoraurgeeilt. Einen Mann sollte es bringen, würdige Beschreibungen von den seltsamen, von dem man sich seit Monden so merk. Pflanzen, Tieren und Menschen, die dort würdige und geheimnisvolle Dinge erzählte, lebten, kam zu den Ghren der Leute! wie daß dar Gerücht von ihm . von Mund zu wir heute nicht mehr über Luftschiffe und Mund flog, in kurzer Zeit ganz Südeuropa drahtlose Telegraphie erstaunt sind, sondern durchlief und überall, wo es in jüdische es Nur begreiflich finden, wenn immer Ghren klang, Hoffnungen und Erwartungen wunderbarere Maschinen und Instrumente weckte. . erfunden werden, so konnten die Leute Vieser Mann war David Nöubeni, der damaligen Zeit nicht genug bekommen eine der geheimnisvollsten Gestalten der an neuen Entdeckungen in fernen Ländern, jüdischen Geschichte. Noch heute ist nicht Für die Juden aber kam noch etwas völlig erwiesen, ob dieser Mann nur ein anderes hinzu. Die Zeiten waren für sie ribenteurer und Schwindler war, der mit bitter und hart.damals, so hart und so bitter, den Hoffnungen der europäischen Juden daß sie innig glaubten, mehr Not, Verein schändliches Spiel trieb, ödex ein Schwärfolgung und Pein könne es nicht geben, mer, der fest an seine Sendung und Deru- und Gott werde bald seinen Erlöser senden, fung glaubte. Darum lauschten sie mit besonders sehnvieses aber war die Künde, die ihm süchtigem Herzen auf jede Kunde aus dem vöraufging: die zehn verloren ge> Grient, von wö doch der Mafchiach kommen glaubten Stämme Israels hätten ihn, sollte.. Und als nun David Ueübeni im der ein vruder ihres Fürsten Josef war, Hafen von Venedig an Land stieg, er, der nach Europa entsandt. Sie lebten als der Abgesandte der zehn verlorenen Stämme mächtiges und angesehenes Volk in der Israels sein sollte, da kannte die Erwartung Landschaft Ehaibar in Arabien, geehrt der Juden keine Grenzen, und gefürchtet von den umwohnenden RLubeni aber befaßte sich zunächst gar Völkern und Stämmen. Ihr Fürstenhaus nicht mit den Juden. Er war ein fingehöre zu den Nachkommen Davids, sterer Mann mit drohenden Gesichtszügen, Nöübeni sei der Ankömmling genannt, der zu niemandem ein Wort sprach.. Umweil er aus dem Stumme Nuben sei. lieber somehr schwatzte sein Diener, den die das Ziel feiner Neffe und über den Zweck Juden von Venedig ausfragten. Er deufeines Kommens war nichts bekannt! nur tete geheimnisvoll an, daß sein Herr an wurde erzählt, das, seine Neffe durch Nubien die größten Höfe Europas reffe, um einen und Aegypten berei ts zwei Jahre währte, und Krieg gegen die Türken zu entfachen und daß er monatelang als Moslem verkleidet Erez Israel zu befreien. Und was sich begewandert sei. gab, schien all das zu bestätigen. Nöubeni Mai, darf sich nicht wundern, daß die reiste nach Nom, ritt, von Dienern und Juden in Südeuropa all diesen Gerüchten Dolmetschern begleitet, auf einem weißen 134