Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 8
- Date
- 1920-10-01
- Page
- Seite 119 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Abraham und die Götzen Terach, der Vater unseres Stamm, vaters Abraham, war nicht nur ein Götzendiener, sondern er verfertigte selbst welche und verkaufte sie. Lines Tages mutzte er über Land gehen, er rief daher den kleinen Abraham zu sich und sagte zu ihm: „Ich gehe jetzt für ein paar Stunden über Land, setz dich solange in den Laden und patz auf die Götzenbilder auf. Du weiht, wie teuer die Grotzen sind und auch was die Kleinen kosten. Latz dich also nicht betrügen. Ich bring dir auch war Schönes mit, wenn du deine Sache gut gemacht hast." Damit gürtete er sich, nahm den Stock in die Hand und begab sich aus seinen weg. Abraham aber hatte längst erkannt, datz Götzen, die man selbst auf der Töpferscheibe geformt hatte, nicht leben können. Vas wollte er den Leuten zeigen. Er setzte sich also jn den Laden und wartete. Nach einiger Zeit Kam eine Frau mit einer grotzen Schüssel voll Mehl. „Mein Mann will eine weite Reise machen, gib dieses Mehl deinen Götzen, damit sie ihn beschützen!" „Meine Götzen werden deinen Mann nicht beschützen, sie können sich . seihst nicht einmal wehren!" sagte Abraham. „Vas lügst du, Du Naseweis," schrie die Frau, „patz nur auf, daß sie dir nichts zu Leide tun!" „Das wollen wir gleich sehen," meinte Abraham, nahm einen Stock und zerschlug alle Götzen, bis auf einen, sodatz die Scherben heruinflogen. Die abergläubige Frau jedoch bekam einen furchtbaren Schreck und lief davon, so schnell, daß sie vergaß, die Schüssel mit Mehl wieder mitzunehmen. \ Abraham aber gab dem Götzen, den er heil gelassen $ r a hatte, den Stock in die Hand, ( $ t schmierte ihm Mehl ums Maul, als wenn er davon gegessen hätte unb wartete auf seinen Vater. Als Terach nach Hause kam und die Vescherung sah, schlug er die Hände überin Kopf zusammen, „was ist hier geschehen?" schrie er den Sohn an. „GH Vater, etwas sehr Seltsames! Eine Frau brachte diese Schüssel mit Mehl als Opfer für die Götzen, von besten aber wollte keiner es dem andern gönnen und sie begannen eine furchtbare Prügelei. Der Dicke hier aber war der Schlaueste, er nahm einen Stock und schlug die andern in Scherben." Da wurde Terach über die Matzen zornig und schrie: „Willst du dich über deinen Vater lustig machen? Wie kann der Götze einen Stock nehmen, da er doch von Ton ist!" „Und wie kannst du, lieber Vater, einen Götzen anbeten, den du selbst gemacht hast, der Ohren ^tz-Tabrr^ifcht^l^ aber nicht sieht, Füße, aber nicht geht und Hände, mit denen er keinen Stock heben .kann?" Da schämte sich Terach sehr. u f n a r <i b i j d) t r N n u t r »t l! n d) c n ) i n p a I n H i n a 119