Mannheim
Compact Memory

Bar Kochba · 1920-08-01 · Heft 4 · p. Seite 62

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 4
Date
1920-08-01
Page
Seite 62 (sequence 14)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2276426-2276427-2276431--067-2276592
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Recht und Brauch ntefuffaf) heißt «ine an den Türpfosten jüdischer Häuser angebrachte Kapsel, in der sich eine kleine pergamentrolle befindet, aus der bestimmte Abschnitte aus der Thora geschrieben stehen. Vas Gebot der Mesussah wird abgeleitet aus dem vibelsatz: „Du sollst sie" die Worte Gottes nämlich „an die Pforten Deine; Hauses und an Deine Tore schreiben," vse Mesussah dient also, wie einst in der pessachnacht, das vlu» an der tNberschwelle, Zur Kennzeichnung jüdischer Häuser. Aber es ist nicht etwa ein Talisman», ein Schutzzeichen des Aberglaubens, wie das Hufeisen oder die Fledermaus, sonder» im Gegenteil: es gehörte in vielen Zeiten vekennermut dazu, dies jüdische Zeichen anzubringen. Gleich. 13 e ' e r S che b a <v»rs»da) zeitig freilich deutet die Mesussah an, daß das Haus eine Gaststätte für jüdische Wanderer sei, in dem sie freundliche Aufnahme finden. Und in erster Linie soll sie den Bewohnern ständig ihre religiösen Pflichten ins " *«« Gedächtnis rufen — bei ihrem Eingang und bei ihrem Ausgang. — Fromme Leute pflegen ihr dadurch Ehrfurcht zu bezeugen, daß sie sie berühren und . dann die Hand an den Mund führen. hat nichts mit „verchta" zu tun, teilt uns ein gelehrter Freund des Var Kochba mit. Auf alten Kidduschdecken stand oft der Satz: „virkath haschem ta'aschir - Der Segen Gottes macht reich." Man nannte daher das Kidduschbrot kurz „virkath", und daraus ist „verches" gewgrden. 62

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.