Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 4
- Date
- 1920-08-01
- Page
- Seite 62 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Recht und Brauch ntefuffaf) heißt «ine an den Türpfosten jüdischer Häuser angebrachte Kapsel, in der sich eine kleine pergamentrolle befindet, aus der bestimmte Abschnitte aus der Thora geschrieben stehen. Vas Gebot der Mesussah wird abgeleitet aus dem vibelsatz: „Du sollst sie" die Worte Gottes nämlich „an die Pforten Deine; Hauses und an Deine Tore schreiben," vse Mesussah dient also, wie einst in der pessachnacht, das vlu» an der tNberschwelle, Zur Kennzeichnung jüdischer Häuser. Aber es ist nicht etwa ein Talisman», ein Schutzzeichen des Aberglaubens, wie das Hufeisen oder die Fledermaus, sonder» im Gegenteil: es gehörte in vielen Zeiten vekennermut dazu, dies jüdische Zeichen anzubringen. Gleich. 13 e ' e r S che b a <v»rs»da) zeitig freilich deutet die Mesussah an, daß das Haus eine Gaststätte für jüdische Wanderer sei, in dem sie freundliche Aufnahme finden. Und in erster Linie soll sie den Bewohnern ständig ihre religiösen Pflichten ins " *«« Gedächtnis rufen — bei ihrem Eingang und bei ihrem Ausgang. — Fromme Leute pflegen ihr dadurch Ehrfurcht zu bezeugen, daß sie sie berühren und . dann die Hand an den Mund führen. hat nichts mit „verchta" zu tun, teilt uns ein gelehrter Freund des Var Kochba mit. Auf alten Kidduschdecken stand oft der Satz: „virkath haschem ta'aschir - Der Segen Gottes macht reich." Man nannte daher das Kidduschbrot kurz „virkath", und daraus ist „verches" gewgrden. 62