Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 4
- Date
- 1920-08-01
- Page
- Seite 54 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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5 chm alz gießen Wenn man Schmalz gießt, muß man immer hintereinander weggießen und darf sich nicht unterbrechen. Man darf ja nicht sagen, daß der Topf bald voll ist. Sonst hört es auf. Ms meine Mutter noch ein Kinb war, ein kleines Nind, da hat mal die Großmutter Schmalz eingegossen. Mit einem Male merkt sie, wie von oben ein kleines Händchen runter langt nach / sie Schmalz ganz Klei- — neshändchen. Gin Topf war hat sie schnell voll, hat sie ein kleines den zweiten Griewechen herangerückt genommen dann dendrit- und reingeteU, den viersteckt. J|WT^B ten, es hat Händchen da- ^^WlWWWM^ gar nicht aufmit nach oben gehört. Sie verschwunden Di< l ud'ich. 5arm vagania in Palästina, hat ein gan» Nun konnte zes Haus damit vollgießen Können. Meine Mutter, die damals noch ein kleines Nind gewesen ist. hat zugesehen und mit einem Male gesagt: „Der Topf ist gleich voll!" Augenblicklich hat es aufgehört zu gießen' und nun war's alle. Die Mutter sagte: „Ich bin damals noch ein dummes Rind gewesen, da habe ichs gesagt, da hat es aufgehört!" Sonst hätte es gar nicht aufgehört, wo das war? In Lubroentz. So nennen es die Juden. Äufpolnisch heißt es Lubranetz. und es liegt bei Wloclawek auf dem Lande. . v, (<fin*r oU»n jüdisch»« Zrau nacherzähl« von Heinrich Loewe.) Per hebräische Text konnte durch rin Versehen nicht mchk ausgenommen werden wir Holen das versäumte jn Nr. 4 nach. 54