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Bar Kochba · 1920-07-01 · Heft 2 · p. Seite 19

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 2
Date
1920-07-01
Page
Seite 19 (sequence 3)
Language
German
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Da gingen die Narren zum Feldherrn und weigerten sich. Soldaten zu werden. Der alte Teufel sieht ein, daß die Lache so nicht geht; er zieht also zum König der Kakerlaken und beredet den. „Laß uns in den Krieg zielten", sagt er, „König Iwan bekriegen. Tr hat nur kein Geld, aber Korn und Vieh und alle Güter in Menge". Da zog der König der Kakerlaken in den Krieg. Tr sammelte ein großes t)eer, setzte Flinten und Kanonen instand, zog an die Grenze und brach in Iwans Reich ein. Kamen Boten zu Iwan und meldeten: „Der König der Kakerlaken überzieht uns mit Krieg „Ti was", meinte Iwan, „laß ihn nur kommen". Der König der Kakerlaken überschritt mit seinem l)eer die Grenze und schickte Kundschafter aus, um Iwans l)eer auszuspüren. Man suchte und suchte da war kein Heer. Man wartete und wartete, ob es sich nicht irgendwo zeigen würde. Aber es fand sich keine Spur von einem Heere, und war niemand da. um Krieg zu führen. Da schickte der König der Kakerlaken Soldaten aus, Dörfer zu besetzen. Nls die Soldaten im ersten Dorf ankamen, springen die Narren und ihre Frauen heraus und schauen verwundert die Soldaten an. Die Soldaten nehmen den Narren Getreide und Vieh; die Narren geben es her, und niemand verteidigt sich. Zogen die Soldaten ins nächste Dorf genau, dasselbe. Man gibt alles her, niemand verteidigt sich. Zogen die Soldaten einen Tag und noch einen umher, überall dasselbe. Man gibt alles her, niemand verteidigt sich, die Narren laden die Soldaten sogar ein, bei ihnen zu wohnen. „Ihr lieben Freunde", sagen sie, „wenn ihr in eurem Lande ein schlechtes Leben führt, kommt doch ganz zu uns". Die Soldaten marschierten und marschierten nirgends waren Truppen; dabei führte das ganze Volk ein gutes . Leben; ernährte sich und andere, verteidigt sich nicht, sondern ruft noch Freunde ins Land. - Vas wurde den Soldaten langweilig, und sie zogen zu ihrem Kakerlakenkönig. „Wir können keinen Krieg führen", sagten sie, „führ uns an einen anderen Grt; Krieg führen ist eine schöne Sache, aber das ist ja hier gerade, als wenn man Drei schneidet, fjier können wir nicht langer bleiben". Da wurde der Kakerlakenkönig böse, Und er befahl den Soldaten, durchs ganze Land zu ziehen, die Dörfer, Häuser und das Korn zu verbrennen und das Vieh zu schlachten. „Hört ihr nicht auf meinen Befehl, so lasse ich euch alle hinrichten": Die Soldaten erschraken und begannen alle nach dem Befehl des Königs zu handeln. Sie verbrannten^ die Däuser und das Korn und schlachteten das Vieh. Die Narren wehrten sich noch immer nicht, sondern weinten nur 19

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