Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1920-01-01
- Page
- Seite 6 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2276426-2276427-2276428--008-2276530- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Himmel, aus dem nur wenige Lämmerwölkchen oahinsegeln, spannt sich darüber welch ein buntes Meer van Häusern, Kuppeln, Kirchtürmen und Minarets! Liber drei Wahrzeichen ragen besonders hervor: Die schöne Dinar-Moschee, die Grabeskirche, das größte Heiligtum der Christenheit.und der hohe Turin der Davidsburg, die jetzt den Halbmond auf der Spitze trägt Dan» wende ich mich um und sehe in der Ferne am Horizont als Grenze das Gebirge Moab Doch was glanzt dort in der Tiefe im zitternden Sonnenlicht so wunderbar smaragdengrün? Ts ist das stille Wasser des toten Meeres, die Stätte lebensloser Einsamkeit. Im Hofe der neuen Schulen in Jerusalem sammeln sich an elneni sonnenhellen Morgen Lehrer und Schüler Lilles ist freudig erregt, frische, frohe Gesichter. Ts ist ja die erste große Fahrt, die unser neu gegründeter wandcrbund machen soll, hinaus, den« leuchtenden Frühling entgegen, in die Fluren von )udäa. wir haben uns diesmal an Tuch im Galuth ein gutes Deispiel genommen und einen Wanderbund ins Leben gerufen, der gar rasch aufblühen will Ist es nicht wunderschön, mit frischem, frohem Mut das Land der Lihnen zu durchwandern, in ernster Lindacht an den Stätten einstiger jüdischer Größe zu weilen, dann aber hmauszugehen in die jüdischen Kolonien, wo der jüdische Dauer den Pflug über jüdisches Land führt, wo der opferfreudige jüdische Arbeiter die Drange pflegt und die Dlive pflanzt, wo der sonnengebrüunte Kolonistensohn auf feurigem Pferde dahinjagt, und der ernste, junge Schomer auf getreuer wacht steht? . . Das Land blüht auf, wie die DIume auf den wiesen. wenn die Scharen der jungen Wanderer mit festem Schritt durch die Straßen der alten Damdstadt marschieren, wenn ihr stolzes hebräisches Lied erschallt, dann schütten wohl mancher von den tllten verwundert das Haupt. In vielen Herzen aber wird die Ahnung wach, das ist die Erlösung des tausendjährigen Leids, das >>i das Dild der neuen, jüdischen Jugend. Die jungen, frohe» Wanderer in Trez Israel bieten Tuch, Ihren jüdischen Drüdern und Schwestern, einen frohen Gruß! den vlau«weiß.Vlatten,.)