Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 51.1938
- Date
- 1938-01-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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durch die erfolgreiche Arbeit der Notgemeinschaft zuflössen. Die Einnahmen für Stipendien haben sich durch Nachzahlungen aus der Hausmann-Stiftung erhöht. Auf der Ausgabenseite hat sich der Posten „Steuern" erheblich erhöht, weil größere Abzahlungen an Hauszinssteuer zu leisten waren und die Lehranstalt außerdem zur Umsatzsteuer und Vermögensteuer herangezogen wurde. — Die Zinsen an die Rentnerinnen der Oppert-Stiftung haben sich durch das Ableben einiger Rentnerinnen vermindert. Bei der Bilanz ist beachtenswert, daß die Hypothek Lindenstraße 60/61 im April 1937 abgelöst und das Kapital in Effekten angelegt worden ist. Durch Erhöhung der Vogelslein- Stiftung und des Salier sehen Nachlasses hat sich der Verlust seit unserer letzten Veröffentlichung verringert. Nach längeren Verhandlungen ist das Erholungsheim in Arendsee gegen Freistellung von sehr hohen nachträglich auferlegten Steuern und Barzahlung von RM 20000 an eine Reichsstiftung verkauft worden. Die Bilanz der Hausmann-Stiftung ist in Anlage B beigegeben. Im Rahmen der Montags-Vorlesungen wurden im Jahre 1937 die nachstehenden Vorträge in der Lehranstalt gehalten: Dr. Werner Landecker: „Über einige Zusammenhänge der Rechtsphilosophie mit der Religion". Prof. Dr. Franz Oppenheimer: „Siedlung". Dr. Hans Liebeschütz: „Das Mittelalter im Wandel der Geschichtsauffassung seit Jacob Burkhardt". Dr. Alexander Guttmann: „Dezisionsmotive im Talmud". Rabbiner Dr. Max Wiener: „Don Isaak Abarbanel". Im Jahre 1938 wurden die folgenden Vorträge gehalten: Dr. Arnold Berney: „Wandlungen des jüdischen Geschichtsbewußtseins". Dr. Paul Eppstein: „Bevölkerungswissenschaft als Grundlage einer Soziologie der Juden". Dr. Moses Goldmann: „Die Juden in Abessinien". 7