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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1931-01-01 · 48.1931 · page 4

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
48.1931
Date
1931-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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IRI
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1.,-wuuegium \m 7^ \,ijr,isl 1030. kurz vor Vollendung seines 75.-Lebensjahres, slaih Herr Professor Dr. Kduard Banelh. Fast 35 Jahre lang, seit Dezember 1895. halte er dem Lehrerkollegium der Hochschule als Dozent für Talmudwisscnschaft angehört und bis ins hohe Alter mit treuer Hingabe und entsagungsvollem Kifer seines Amtes gewaltet. Iiis'zum Dezember 1929 hielt er ununterbrochen seine Vorlesungen, erst als schweres Leiden ihn dazu zwang, gab er sie auf; aber noch auf seinem Kraukenlager hielt er Prüfungen ab, die letzte zwei Wochen vor seinem Hinscheiden. Zu den Jahresberichten und der Festschrift der Hochschule lieferte er wiederholt werUolIe wissenschaftliche Heilagen, die in Fachkreisen volle Anerkennung fanden. Dem angesehenen Gelehrten, dem aufouferupgsfähigen Lehrer, dem liebenswerten Menschen wird die Hochschule dauernd ein dankbares Andenken bewahren! Den Dank der Hochschule sprachen bei der Beisetzung des Herrn Professor Banelh für das Kuratorium dessen Vorsitzender Herr Rechtsanwalt Dr. Veil-Simon, für das Lehrerkollegium Herr Professor Dr. (lutimann. für die Schüler Herr Dr. Koretz aus. Am 2. November 1930. zu Beginn des Winter-Semesters, fand in der Aida der Hochschule eine außerordentlich guibesuchte Trauerfeicr statt, an der außer den Angehörigen, Freunden und Verehrern des Verstorbenen Vertreter der jüdischen Körperschaften und Organisationen, sowie Vertreter des Rabbinerseminars zu Berlin und des Jüdisch-theologischen Seminars zu Breslau teilnahmen. Herr Oberkanlor Albcck hatte die Güte, den gesanglichen Teil der Feier zu übernehmen. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Vorsitzenden des Kuratoriums hielt der Vorsitzende des Lehrerkollegiums. Herr Dr. Albeck, die Gedenkrede, worauf Herr Rabbiner Dr. Adolf Jacobus namens der Jünger des Heimgegangenen großen Lehrers sprach. Beide Reden folgen als Beilagen zu diesem Bericht. Da Herr Professor Bancth schon im Sommer-Semester 1930 die angekündigten Vorlesungen nicht halten konnte, übernahmen die Herren Dr. Albeck und Prof. Elbogen seine Vertretung. Nach dem Tode des Herrn Prof. Bancth rückte gemäß früherer Verabredung Herr Dr. Albeck in seinen Lehrstuhl ein. Herr Prof. Elbogen erklarte sich auch weiter bereit, eine Talmudvorlesung zu halten. Von" der Berufung eines neuen Dozenten konnte daher abgesehen werden. Herr Prof. Dr. Guttmann, der, wie bereits im Vorjahre berichtet, wiihrend der Monate Februar—Mai 1930 in Cincinnati (Oh.) Gast- 6

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