Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 47.1930
- Date
- 1930-01-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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bildet eine starke Belastung der Dozenten und Beamten und ist bei dem gegenwärtigen Personalbestand kaum tragbar. Die Zahl der ordentlichen Hörer betrug im Sommersemester 1929: 79, und zwar: 32 aus Deutschland, 3 aus Jugoslawien, 2 aus Lettland, 1 aus Palästina, 3i aus Polen, 1 aus Rumänien, k aus Rußland, 1 aus Schweden, 1 aus der Schweiz, 3 aus Ungarn. . Im Wintersemester 1929/30: 97, und zwar: 4ö aus Deutschland, 2 aus Jugoslawien, 1 aus Lettland, 1 aus Palästina. 4o aus Polen, 2 aus Rumänien, 2 aus Rußland, 1 aus Schweden, 1 aus der Schweiz und 1 aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Für das Sommersemester 1930 haben sich bisher 2 5 Hörer gemeldet, davon 22 aus Deutschland. Sämtliche ordentlichen Hörer hatten das Zeugnis der Reife für das Universitätsstudium. Die Zahl der außerordentlichen Hörer betrug im Sommersemester 1929: 21, im Wintersemester 1929/30: 16. Die Rabbinatsprüfung haben bestanden: Herr Dr. Alfred Philipp, der in Elberfeld das Amt eines Rabbiners bekleidet, und Herr Dr. Hirsch Koretz. Herr Dr. Juda Levy hat die Prüfung als akademischer Religionslehrer abgelegt. Die Zwischenprüfung wurde von 9 Hörern bestanden, die Vorprüfung haben 8 Hörer abgelegt. Von den früheren Hörern wurden berufen: Herr Dr. Eugen Gärtner, bisher Rabbiner in Zwickau, zum Landesrabbiner in Braunschweig, Herr Dr. Cothar Lubasch, bisher Rabbiner in Oppeln, zum Rabbiner in Barmen, Fräulein Dr. Sara Schiffmann als Lehrerin für Jüdische Geschichte nach Petach-Tikwa und Herr Dr. Oskar Karpelis aus Bodenbach zum akademischen Religionslehrer in Wien. Als Preisaufgabe für die Moses Mendelssohn-Stiftung war mit Rücksicht auf das Mendelssohn-Jubiläum das Thema gestellt worden: „Moses Mendelssohns Bibelübersetzung in ihrer literarischen und exegetischen Bedeutung". Eine Bearbeitung ist eingegangen, die das Lehrerkollegium als des Preises würdig bezeichnet und der daher der Preis zuerkannt wurde. Die Verfasserin ist Fräulein Dr. Ellen Littmann. Herr Handelsgerichtsrat Berthold Kirstein hat, wie für die vergangenen Jahre, so auch für 1929 und 1930 den Betrag von je 3oo RM. 8