Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 46.1929
- Date
- 1929-01-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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Jahresbeitrag j)er Jahresbeitrag wurde von dem Kuratorium wieder auf i5,— RM festgesetzt. Lehrerkollegium Dag Mitglied des Lehrerkollegiums, Herr Dr. Harry Torczyner, ist vom Jewish Institute of Religion in New York eingeladen worden, dort während des zweiten Studiensemesters 1928/29 (Februar-Mai 1929) Vorlesungen aus dem Gebiete der Bibelwissenschaft zu halten. Die freundschaftlichen Beziehungen, die uns mit dem Jewish Institute of Religion seit seiner Begründung verbinden, werden dadurch wieder wärmer und unmittelbarer gestaltet. Die Vertretung des Herrn Dr. Torczyner haben, außer dem Dozenten für Talmud, Herrn; Dr. Albeck, die Herren Dr. Max Soloweitschik und Rabbiner Dr. Max Wiener gütigst übernommen, denen wir auch an dieser Stelle unseren wärmsten Dank sagen. Zwischen der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Gießen und unserer Hochschule ist ein Austausch von Gastvorlesungen vereinbart worden. Auf Grund dieses Abkommens hielt vom 26. bis 28. Januar 192g der Gießener Religionshistoriker Herr Professor D. Dr. Heinrich Frick an der Hochschule sechs Vorlesungen über das Thema „Der religionsgeschichtliche Ort des Protestantismus". Außerdem sprach Herr Professor D. Dr. Frick im Rahmen unserer Montagsvorlesungen am Abend des 28. Januar 1929 über das Thema „Was eint und trennt die Konfessionen"? Wir sprechen Herrn Professor Dr. Frick für die reiche Belehrung und Anregung, die er uns gegeben hat, unseren herzlichsten Dank aus. Während des Sommer-Semesters wird das Mitglied unseres Lehrerkollegiums, Herr Rabbiner Dr. Baeck, an der Universität Gießen einige Gastvorlesungen halten. Präparandie Schwere Verluste hat die Präparandie zu beklagen. Herr Rabbiner Dr. Ludwig A. Rosenthal, der trotz seines hohen Alters mit außerordentlichem Eifer seine Übungen gehalten hat, erkrankte zu Beginn des Sommer-Semesters 1928 und konnte nur mit Mühe seinen Unterricht fortsetzen. Am 27. August 1928 erlag er seinem Leiden. Während seiner zehnjährigen Wirksamkeit, die in den schwersten Kriegsjahren begann, hat Herr Dr. Rosenthal sich stets mit selbstverleugnender Hingebung seiner Aufgabe gewidmet und sich bemüht, seinen Schülern von der Fülle seiner ausgebreiteten Gelehrsamkeit und von seiner jugendlichen Begeisterung für die Wissenschaft mitzuteilen. 8