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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1924-01-01 · 1924 · page 3

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
1924
Date
1924-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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IRI
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bis zur hoffentlich baldigen Wiederkehr normaler wirtschaftlicher Verhältnisse in Mitteleuropa zusichern. So hat die Hochschule den jüdisch-wissenschaftlifhen Schwester-Instituten in Deutschland, Oesterreich und Ungarn, ohne Unterschied der Richtung, in schwerster Zeit einen wesentlichen Dienst leisten können. Herr Dr. Stephen Wise hat sich ein Anrecht auf dauernde Dankbarkeit gesichert. Noch einer weiteren namhaften Spende aus den Vereinigten Staaten haben wir zu gedenken. Herr Dr. S. Shulman. Kabbiner der Gemeinde Beth-El, New York, der an unserer Hochschule seine theologisch«' Ausbildung genossen hat, veranstaltete im Sommer 1924, angesichts unserer Notlage, eine Sammlung für die Hochschule und überwies durch Herrn Direktor Oscar Wassermann 1045 Dollar für die Hochschule. Zum Andenken an den verewigten Herrn Dr, B. (J. Hirsch, einen der ersten Studenten der Hochschule, gingen uns von seinen Krben 280 Dollar zu. Dank dieser hochherzigen wertvollen Zuwendungen konnte die Hochschule der Flut, die so viele Einnahmen und Vermögenswerte zerstörte, widerstehen, konnte sie Dozenten und Angestellten die vom Staat bewilligten Bezüge gewähren und den Betrieb uneingeschränkt aufrecht erhalten. Die Vorlesungen und rebun£tn fanden in der üblichen Weise, entsprechend dem Lehrplan statt. Herr Prof. Elbogen wurde während seiner Abwesenheit durch die Herren Dr. J. N. Epstein und Dr. Fritz Baer vertreten. Die Vertretung des Herrn Prof. Guttinann übernahm bereitwilligst Herr Kabbiner Dr. Wiener, Stettin. Wir sprechen den Herren auch an dieser Stelle für ihre Mitarbeit an den Aufgaben unserer Hochschule aufrichtigen Dank aus. Herr Dr. Epstein ist. inzwischen in unseren Lehrkörper eingetreten. Wir haben ihm ab 1. April 192t einen Lehrauftrag für rabbinisehc Philologie übertragen. Die Zahl der Studierenden, die im Wintcr-Semesler 19^2 28 noch i!9 betrug, ging im Winter 1928 24 auf 42 zurück. Das hat darin seinen Grund, dass die wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland zur Einschränkung des Studiums nötigen und dass ausländische Studenten durch die Sondergebühren der Universität und die hohen Kosren der Lebenshaltung abgeschreckt werden. Wichtige Veränderungen gingen im Kuratorium vor sich. Die Mitgliederversammlung vom 20. April 1922 hat eine Satzungsänderung [dahin beschlossen, dass das Kuratorium aus mehr als 11 Mitgliedern bestehen könne. Dieser Beschluss hat die Genehmigung der Aufsichtsbehörde gefunden; wir konnten daher unseren früheren bewährten Schatzmeister Herrn Max Weiss wieder in das Kuratorium wählen. Neben ihm wurden die Herren Hechtsanwalt Dr. Eduard Baerwald Frankfurt a. M. und Universitätsprofessor * Dr. föottflold Weil gewählt. Zu/unserem lebhaften Bedauern erklärte unser langjähriger Vorsitzender Herr" Geheimer Justizrat Professor Dr. Albert Mosse sich infolge seiner geschwächten Gesundheit ausserstande das Amt weiterzuführen. Das Kuratorium ernannte Herrn Geheimrat'Mosse, unter Ausdruck lebhaften Dankes für seine aufopfernde Tätigkeit, zum Ehrenvorsitzenden und wählte an seiner Stelle zum Vorsitzenden Herrn Justizrat Dr. Arnold Scligsohn. Anlässlich seines 80. Geburtstages am 0. Mai 1023 wurde Herr Dr.

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