Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 1918
- Date
- 1918-01-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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— 6 — coli« ^m 4. Juli 1917 beging das Mitglied unseres Kuratoriums Geheimer Regierungerat Prolesor Dr. Hermann Cohen das Fest seines 75 jährigen Geburtstages. Die Generalversammlung hat aus diesem Anlass hei ihrer Tagung am 30. April dem Jubilar die Immerwährende Ehrenmitgliedschaft der Lehranstalt verliehen. Am 8. März 1918 feierte das Mitglied unseres Kuratoriums, Geheimer Regierungsrat Professor Dr. Ludwig Geiger die fünfzigste Wiederkehr des Tages seiner Doktorpromotion. Alis diesem x\nlass entsandte das Kuratorium eine Abordnung, die. dem Jubilar die herzlichsten Glückwünsche überbrachte. ,n'*'wm In seiner Sitzung vom 11. Oktober 1917 hat das Kuratorium beschlossen, Herrn Professor Dr. Julius Guttmann als Dozenten für den Moses Meudelssohn-Lehrstuhl zu berufen. Professor Guttmann, zur Zeit Privatdozent für Philosophie an der Breslauer Universität, hat die Borufung angenommen und wird sein Amt an der Lehranstalt nach seiner Entlassung aus dem Heeresdienst antreten. Der Ausschuss der Moses Mendelssohn-Toleranz-Stiftung hat seine satzungsgemäss erforderliche Zustimmung zu der Wahl erteilt. Es gereicht uns zu besonderer Freude, eine so hervorragende Kraft für unsere Hochschule gewonnen zu haben; wir hoften, damit dorn uns gestockten Ziele, die Lehranstalt zu einer Stätte ifmfassender Erforschung der Wissenschaft des Judentums auszugestalten, einen wesentlichen Schritt näher gekommen zu sein. .J*1^ Im Laufe des Berichtsjahres haben unsere Hörer Emil ■ränge.» Kronheiin, Ludwig Pincotis und Dr. Bruno Lange die Rabbinatsprüfung bestanden.. Von ehemaligen Hörern wurden berufen: Dr. Felix Goldmann, bisher in Oppeln, zum Rabbiner nach Leipzig, Dr. Benzion Kellermann zum Rabbiner, Dr. Hermann Lob, bisher in Karlsruhe, zum Prediger der Jüdischen Gemeinde Berlin. Der Rabbiner Dr. Max Wiener-Stettin ist zum Feldgeistlichen bestellt worden.