Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 1915
- Date
- 1915-01-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2273546-2273611--1855-2275643- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
- 4 - Zwecke zur Verfügung. Mit Unterstützung des Magistrats ist von der Deutschen Zentrale für Jugendfürsorge in unserra Hause ein Kriegskindergarten eingerichtet worden, in weichen! durchschnittlich hundert Kinder Aufenthalt und Fürsorge gefunden haben; Trotz dieser erschwerenden Umstände ist es erfreulicherweise gelungen, den Betrieb der Lehranstalt, wenn auch mit einiger Einschränkung, aufrecht zu erhalten. Gonerai. In der am *2(>. April lv-14 abgehaltenen ordentlichen GeneralmiMinniibBs versamm]ung wurden nach Erstattung des Berichts und Entlastung der Rechnungen die nach der Reihe ausscheidenden Mitglieder des Kuratoriums, Justizrat Lilienthal uud Justizrat Dr. Seligsohn, einstimmig wiedergewählt. Ausserdem wurde dio Zuwahl des Herrn Professors Dr. Martin Philippson bestätigt. Ehrrnniitgueder i)em Antrage des Kuratoriums gemäss hat dio Generalversammlung die Herren Siegfried Brünn, Oberregierungsrat Dr. Paul Meyer und Max Weiss in Würdigung ihrer grossen Verdienste um die Lehranstalt zu immerwährenden Ehrenmitgliedern ernannt. Kuraturium Innerhalb des Kuratoriums wurden die Aemter wie folgt verteilt: Vorsitzender wurde Geheimer Justizrat Dr. Veit Simon, dessen Stellvertreter Geheimrat Professor Dr. Mosso, Schriftführer Justizrat Lilienthal, dessen Stellvertreter Justizrat Dr. Seligsohn, Rendant Weiss, Kontrolleur Brünn. Noch war kein Vierteljahr seit der Generalversammlung verflossen, als unsere Lehranstalt der schwerste Verlust traf. Am 16. Juli 1914 verschied plötzlich in St. Blasien, wo er sich zur Erholung aufhielt, der Vorsitzende unseres Kuratoriums Dr. Herman Veit Simon. Seit 1904 Mitglied, bald darauf stellvertretender Vorsitzender und seit 1906 Vorsitzender unseres Kuratoriums, hat er während dieses Jahrzehnts eine ausserordentlich erspriessliche Tätigkeit im Dienste der Lehranstalt entfaltet. Von pietätvoller Anhänglichkeit für den Glauben der Väter durchdrungen, vonj hingebendem Eifer für alle wissenschaftlichen Bestrebungen erfüllt, mit hervorragenden organisatorischen Gaben ausgestattet, verstand er es in rastloser Arbeit in allen Zweigen der Verwaltung wie des Unterrichts grundlegende Reformen durchzuführen. Unter seiner Führung hat die Lehranstalt einen