Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 1914
- Date
- 1914-01-01
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
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— 30 - Von den 32 Stipendiaten im Jahre 1913 waren 11 Deutsche, 21 Ausländer (11 Russen, 9 Oesterreicher, 1 Rumäne). Aus der David Herzog'schen Freitisch-Stiftung wurde vom 1. April 1913 bis 31. März 1914 durchschnittlich 11—12 Jlörern der Lehranstalt freier Mittagstisch gewährt, wofür 3656 Mark ausgegeben wurden. Da das Einkommen der Stiftung uus zur Zeit noch nicht voll zur Verfügung steht, so musste das Kuratorium der Freitisch-Stiftung zur Ergänzung seiner Mittel die Hilfe des Vorstandes der jüdischen Gemeinde in Anspruch nehmen. Für die Bereitwilligkeit, mit der der Vorstand auch diesmal das Defizit gedeckt hat, sei ihm auch an dieser Stelle herzlich gedankt. Die Montags Vorlesungen zu Gunsten des Stipendienfonds fanden auch in diesem Jahre (1914) in unserem Heim statt. Es sprachen : 1. Am 12. Januar: Professor D. Dr. Hugo Gressniann: Die Geschichte der messianischen Hoffnung. 2. Am 19. Januar : Hauptkantor Magnus Davidsohn: Die Melodien und Gesänge des jüdischen Gottesdienstes. 3. Am 26. Januar: Elsbeth Sleyer-Neumann aus Riga: Dr. Max Schönfeld — ein Kulturbild aus dem letzten Jahrzehnt jüdisch-russischen Lebens. 4. Am 9. Februar: Dr. G. Kutna: Das Alte Testament in der bildenden Kunst (mit Lichtbildern). 5. Am 23. Februar : Chefredakteur Fritz Engel: Max Reinhardt und sein Werden. 6. Am 2. März : Rabbiner Dr. J. Lftwkowitz: Religion und Nationalismus. Wir sprechen den Vortragenden auch an dieser Stelle unseren aufrichtigsten Dank aus. BERLIN, im März 1914. Das Kuratorium der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums.