Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 1914
- Date
- 1914-01-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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— 13 — Am 1. April schied Herr Rabbiner Dr. Weyl aus der Lehr- Prupvandie anstatt aus, um einem Rufe als Bezirksrabbiner nach Kaiserslautern zu folgen. Für den von ihm in der Präparandie erteilten Unterricht gelang es uns in Herrn Dr. Sonnenschein vorübergehend eine ausgezeichnete Kraft als Ersatz zu linden. Wir sind Herrn Dr. Sonnenschein für die große Bereitwilligkeit, mit der er sich uns für zwei Semester zur Verfügung gestellt hat, zu aufrichtigem Danke verpflichtet. Das so gegebene Provisorium benutzten wir, um auf Grund der in den letzten Jahren gemachten Erfahrungen erneut in eine Prüfung der Präparandieordnung einzutreten. Unter Zugrundelegung der vom Lehrerkollegium gemachten Vorschläge gelangten wir dabei zu einschneidenden Aenderungen der bisher für die Präparandie geltenden Bestimmungen. Die Vorbereitungskurse im Hebräischen, die dazu dienten, die neu eintretenden Hörer in das Studium des biblischen und rabbiniscben Schrifttums einzuführen, sollen in Zukunft in besondere Abteilungen für Anfänger und Fortgeschrittene zerfallen. Ausserdem haben wir es für ratsam befunden, den Unterricht in Bibel und hebräischer Grammatik erheblich umfassender zu gestalten und, statt wie bisher zusammen 8 Stunden, diesem Fache künftig in jeder Abteilung 10 Stunden zu widmen. Eine weitere Ausgestaltung des vorbereitenden Unterrichts in Talmud und rabbinischer Literatur ist gleichfalls ins Auge gefasst; die Beratungen hierüber sind noch nicht abgeschlossen. Die von dem S. Maybaum-Fonds für das Jahr 1913 ausi'reis»ufBub<m geschriebene Preisaufgabe: „Die Entwicklungsgeschichte der jüdischen Feste und ihrer homiletischen Verwertung" hat keinen . Bearbeiter gefunden. Der Preis aus der Dr. P. Frankl-Stiftung für gute homiletische Leistungen wurde dem Hörer Benno Gottschalk zugesprochen. Der Preis aus der Moritz Meyer-Stiftung ist im Berichtsjahre am 16. Februar, dem Todestage des sei. Stadtrat Moritz Meyer, auf Vorschlag des Lehrerkollegiums dem Hörer Leo Baneth zuerteilt worden. Das Stipendium der Dr. Martin Silbermann-Stiftung wurde dem Hörer Nathan Hurewitsch überwiesen. Für das Jahr 1914 werden folgende Preisangaben gestellt: