Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 1913
- Date
- 1913-01-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/2273546-2273607--1730-2275516- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
— 11 — Daneben wird der Lesesaal ausserhalb der Amt6stunden denjenigen Hörern zur Benutzung freigegeben, die laut Bescheinigung des Lehrerkollegiums mit wissenschaftlichen Arbeiten oder mit der Vorbereitung für eine Prüfung beschäftigt sind. Im Jahre 1912 traten 60 neue Mitglieder bei. Wir ver- * danken diesen Erfolg unserer Propagandakommission und in erster Reihe unserem Kendanten Herrn Max Weiss, sowie unserem Mitgliede Herrn Moritz Wolf söhn. Demgegenüber müssen wir allerdings einen Verlust von 26 Mitgliedern verzeichnen, die teils durch den Tod teils aus sonstigen Gründen ausgeschieden sind. Das Lokalkomitee in Frankfurt a. Main hat wie bisher seine Tätigkeit ausgeführt. Dem Leiter des Komitees, Herrn Direktor Dr. Adler, sprechen wir unsern herzlichen Dank aus. Die im Jahre 1912 eingegangenen Gaben sind in Gemäss- 1 heit der Statuten bezw. nach Bestimmung der Geber wie folgt verwendet worden : A. Für den eisernen Fonds: Geschwister von Bleichröder.....M. 1000,— B. Für laufende Ausgaben (ausser den Jahresbeiträgen der Wohltäter): 1. Beitrag der jüdischen Gemeinde zu Berlin „ 12000, 2. Zinsen für das Jahr 1012 aus der durch den verstorbenen Rentier Arnold Weiss bei der jüdischen Gemeinde in Berlin begründeten Dr. Bernhard Weiss-Stiftung „ 3813,43 3. Alis der Salomon Neumann-Stiftung. . „ 120,0— 4. Von Herrn Siegifr. Brünn.....„ 800,— 5. Beitrag der Baronin v. Cohn-Oppenheim- Stiftung der Israelitischen Kultusgemeinde zu Dessau ..........„ 1000,— Die Einnahmen und Ausgaben des Rechnungsjahres 1912 werden in der Anlage E nachgewiesen. Das Hauptvermögen der Anstalt wuchs von 794937,67 M. auf 1233858,56 M. Da- _ neben ist die Lehranstalt Eigentümerin des Gustav Oppert'schen Nachlasses. Die Bauschuld hat sich im Berichtsjahre um 820 M. verringert. So dankbar wir für diese Spenden sind, so erfüllt uns doch der Gedanke mit Besorgnis, dass noch lange Jahre vergehen werden, bis wir von dieser Last befreit sind.