Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 1910
- Date
- 1910-01-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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— 13 — Allen unseren vorgenannten Wohltätern sprechen wir an dieser Stelle nochmals unseren herzlichsten Dank für ihre hochherzigen Zuwendungen aus. Bei der Stipendienkasse (Anlage D) sind heifolgende stipendienicass« Beiträge eingegangen (ausser den jährlichen): 1) Von der Jüdischen Gemeinde hier aus dem Hertel'schen Legate........ M. 450,— 2) Von der Jakob Hirsch Brandenburg-Stiftung „ 802, — 3) Rückzahlungen von früheren Stipendiaten „ 2517,40 4) Aus den Montags-Vorlesungen sind der Stipendienkasse im Berichtsjahre zugeflossen „ 955,— 5) Felix Frank........... „ 50 — Von den 22 Stipendiaten im Jahre 1909 waren 16 Deutsche, Stipendiaten 6 Ausländer (4 aus Oesterreich-Ungarn, 2 aus Russland). Aus der David Herzog'schen Freitisch-Stiftung wurde vom 1. April 1909 bis 1. April 1910 durchschnittlich 12 Hörern der Lehranstalt freier Mittagstisch gewährt, wofür Mk. 3211,— ausgegeben wurden. Die Montags Vorlegungen zugunsten der Stipendienkasse T*5e^!ngen fanden auch in diesem Jahre in unserem Heim statt. Es wurden folgende Vorträge gehalten: 1) Am 3. Januar: Geheimer Regierungsrat Professor Dr. Hermann Cohen aus Marburg: „Innere Beziehungen der Kantischen Philosophie zum Judentum". 2) Am 17. Januar: Professor Dr. Ludwig Stein: „Das Rassenproblem und das Judentum". 3) Am 31. Januar: Professor Dr. George F. Moore von der Harvard University, Cambridge, Mass: „Die Eigenart der hebräischen Geschichtsschreibung im alttestamentlichen Zeitalter". 4) Am 14. Februar: Rabbiner Dr. Hochfeld: „Die Idee der Unsterblichkeit im Judentum". 5) Am 28. Februar: Rabbiner Dr. Bäck aus Düsseldorf: „Die Entstehung des Christentums". 6) Am 14. März: Rabbiner Dr. Tänzer aus Göppingen: „Die Tiroler Juden und das Jahr 1809".