Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 1909
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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In der am 26. April 1908 in der Aula der Lehranstalt Kuwu abgehaltenen ordentlichen Generalversammlung sind nach Erstattung des Berichtes und Entlastung der Rechnungen die nach dem Turnus ausscheidenden Mitglieder des Kuratoriums Sanitätsrat Dr. Salomon Neumann und Justizrat Dr. Arnold Seligsohn wieder- und an Stelle des verstorbenen Professor Dr. Gustav Oppert der Syndikus der hiesigen jüdischen Gemeinde Justizrat Leo Lilienthal neu in das Kuratorium gewählt worden. Leider sollten wir uns nicht mehr lange der Mitwirkung unseres Ehrenvorsitzenden erfreuen. Am 20. September 1908 wurde uns Sanitätsrat Dr. Neumann durch den Tod entrissen. Sein Hinscheiden bedeutet für die Lehranstalt, die er mitbogründet hat, den allerschwersten Verlust. Von Beginn an stellvertretender Vorsitzender, lange Jahre Vorsitzender des Kuratoriums hat der Verewigte unseren Aufgaben mehr als ein- Menschenalter hindurch seine auf vielen Gebieten des öffentlichen Lebens erprobte Arbeitskraft geweiht. Ihm dankt die Lehranstalt grossenteils nicht nur ihre ideelle Richtung, sondern auch ihre materielle Ausgestaltung. Bei der Beisetzung hatte bereits Herr Geheimer Regierungsrat Professor Dr. Ludwig Geiger innige Gedenkworte namens der Lehranstalt gesprochen. In Anbetracht der aussergewöhnlichen Verdienste des Verewigton beschloss das Kuratorium, eine besondere Gedächtnisfeier zu veranstalten. Bei dieser Feier, die am Sonntag, den 25. Oktober, in der Aula der Lehranstalt stattfand, hielt das Mitglied des Kuratoriums, Herr Geheimer Regierungsrat Prof. Dr. Hermann Cohen die Gedenkrede, die wir zum dauernden Gedächtnis an unsern unvergesslichen Ehrenvorsitzenden im Anschluss an diesen Bericht veröffentlichen. -Die Gedächtnisfeier am 25. Oktober gestalteten wir zugleich zu einem Akt der Huldigung für den verewigten Prof. Dr. Gustav Oppert, dem wir bereits im vorigen Bericht einen