Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 1908
- Date
- 1908-01-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
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Rechnung für den Neubau ist noch nicht abgeschlossen. Bis zum 31. Dezember 1907 waren für Grundstück und Bau 243 342,30 M aufgewendet, hingegen zur Deckung dieser Summe nur 199 412,50M aufgebracht worden. Der Bau konnte nur dadurch zu Ende geführt werden, daß das Grundstück mit einer Hypothek von 50000 M belastet wurde. Beim Abschluß des gegenwärtigen Berichts ist der Fehlbetrag des Baufonds bereits auf ca. 60000 M angewachsen. Wir sind daher genötigt, nochmals den werktätigen Beistand der Freunde unserer Bestrebungen anzurufen, damit unsere Schuldenlast möglichst bald getilgt werden kann. Den bisher in den Passiven unserer Bilanz geführten Posten „Laufende Ausgaben" haben wir in einen Dispositionsfonds umgewandelt, aus dem vorläufig die durch Aufnahme der Hypothek nicht gedeckten Fehlbeträge für das Grundstückskonto zu decken sein werden. Die Steigerung der laufenden Ausgaben konnte bisher im wesentlichen dadurch ausgeglichen werden, daß unsere bisherigen Einnahmen uns nicht nur erhalten blieben, sondern auch eine Steigerung erfuhren. Insbesondere sind wir der hiesigen jüdischen Gemeinde dafür verpflichtet, daß sie ihren Jahresbeitrag von 6500 M auf 8000 M erhöhte. Von der Baronin von Cohn- Oppenheim-Stiftung der israelitischen Kultusgemeinde zu Dessau sind uns für das vergangene Jahr wiederum 1000 M zugewendet worden. Von jüdischen Gemeinden außerhalb Berlins hatten bisher nur die jüdische Gemeinde zu Braunschvveig und der israelitische Tempelverband zu Hamburg Jahresbeiträge bewilligt. Da unsere Lehranstalt indessen den Interessen aller jüdischen Gemeinden des deutschen Reichs in gleicher Weise dient, so sah sich das Kuratorium veranlaßt, sich an eine größere Anzahl der hervorragenderen Gemeinden zu wenden, und wir können zu unserer Freude mitteilen, daß unser Aufruf auf fruchtbaren Boden gefallen ist. Vor allem hat uns die jüdische Gemeinde zu Frankfurt a. M. zunächst auf drei Jahre einen Jahresbeitrag von 1000 M bewilligt. Die Beiträge, welche von den jüdischen Gemeinden für das Jahr 1907 bewilligt wurden, sind in der unten folgenden Liste aufgeführt. Jahresbeiträge für 1908 wurden uns außerdem von den Gemeinden Nürnberg (300 M), Dresden (200 M), Beuthen,! 2