Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 1905
- Date
- 1905-01-01
- Page
- – (sequence 61)
- Language
- German
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Die Moritz Lazarus-Stiftung stellt folgendes Thema zur Preisbewerbung: „Es soll untersucht werden, inwieweit die Autonomie des Willens bei Saadia und Maimuui sich erkennen lässt. Die Autonomie des Willens bedeutet zuvörderst die methodische Begründung und die inhaltliche Formulierung de6 Sittengesetzes, demgemäss aber auch ferner die Selbsttätigkeit der sittlichen Arbeit uud Kontrole." Neben dieser Aufgabe können jedoch auch andere von den Bewerbern freigewählte Themata aus dem.Gebiete der Rcligionslehre, Religiousphilosophic und Ethik des Judentums bearbeitet und mit dem Preis bedacht werden. Dieser beträgt Mk. 420. Die Arbeiten sind bis zum 31. Juli 190(> einzuliefern. Der Preis aus der Moritz Meyer - Stiftuug ist am 1>ins0 1(>. Februar, dem Todestage dos sei. Stadtrats Moritz Meyer, vom Lchrercollegium dem Ilorcr cand. phil. Brituo Kirschner zugesprochen worden. — Den Preis aus der P. F. Fränkischen homiletischen Stiftung erhielt der Hörer cand. phil. Georg Salzberger. Unsere Bibliothek hat in diesem Berichtsjahre ausser den Bibliothek durch Ankauf erworbeneu Büchern einen bedeutenden Zuwachs durch Schenkungen erfahren, für die wir den Geschenkgebern hiermit auch an dieser Stelle unsern Dank aussprechen. Das Verzeichnis der zugewendeten Bücher ist in der Anlage B enthalten. Die Einnahmen und Ausgaben des Rechnungsjahres 1904 Finanzwerden in der Anlage C nachgewiesen. Aus unseren Einnahmen l'*'ric,lt heben wir die Subventionen hervor, welche unserer Lehranstalt sowohl seitens der hiesigen jüdischen Gemeinde als auch seitens der Baronin von Cohn Oppenheim - Stiftung der Israelitischen Cültusgemeinde zu Dessau wiederum in wohlwollender Weise bewilligt worden sind. Für diese uuserer Lehranstalt bewiesene Teilnahme sagen wir ihnen wie auch allen verehrten Spendern unsern wärmsten und aufrichtigsten Dank. Die Gaben sind wie folgt verwendet worden: A. Für den eisernen Fonds: » 1. Von Frau Stadtrat Nanny Meyer . . Mk. 2000— 2. Von den Geschwistern v. Bleichröder, zum Andenken an ihren sei. Vater Gereon v. Bleicfcröder . . . . v \ » 1000~