Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 21.1903
- Date
- 1903-01-01
- Page
- – (sequence 85)
- Language
- German
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In der ordentlichen General-Yersammlung am 20. April curatoiiu« 1902 sind die nach dem Turnus ausscheidenden Mitglieder des Curatoriums Georg Meyer und Dr. S. Neumann wieder gewählt worden. Durch Neuwahl ist an Stelle des Herrn Dr. Heinrich Meyer Cohn, der, wie im vorigen Berichte bereits gemeldet ist, sein Amt niedergelegt hat, Professor Dr. Julius Pagel in das Curatorium eingetreten. Nach Erstattung des Verwaltungsberichts ist die Statuten* massige Decharge erteilt worden. In der General-Versammlung am 26. April stehen nach denvstatutenmässigen Turnus zur Wahl die Herren Ludwig Max Goldberger, Dr. M. Philippson und Max Weiss. Der Propaganda-Commissiou, welche durch ßeschluss der i»roi.ag.wia- General-Versammlung im Jahre 1901 als standige Institution errichtet worden ist, konnte für die eifrige und erfolgreiche Wirksamkeit, die sie unter Leitung ihres Vorsitzenden, unseres Collegen Herrn Max Weiss, geübt hat, der Dank der General-Versammlung dargebracht werden. Weil für die Erfüllung der Aufgabe, welcher unsere Lehr- Lciirercoitegium anstalt gewidmet ist, die Lehrtätigkeit einen massgebenden Faktor bildet, eben deshalb wird das Jahr 1902 in der Geschichte unserer Lehranstalt immerdar einen bedeutsamen Abschnitt darstellen. Mit freudiger Genugthuung sei zuerst der Fortschritt gemeldet, der sich in der Entwickelung der Lehrthätigkeit vollzogen hat. Die seit lange gehegte Absicht, unser Lehrercollegium durch eine neue, vierte Stelle zu vergrössern, hat sich verwirklicht durch die Berufung des Herrn Dr. Ismar El bogen (bisherigen Docenten an dem Collegio Rabbinico Italiano in Florenz) für „Geschichte und Litteratur der Juden und des Judenthums". Wir dürfen uus der wohlbegründeten Hofinuug erfreuen, dass seine Lehrthätigkeit unserer Anstalt zum Segen gereichen und insbesondere nicht weniger als ihre praktische auch ihre wissenschaftliche Aufgabe bestens fördern werde. \