Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 21.1903
- Date
- 1903-01-01
- Page
- – (sequence 50)
- Language
- German
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— iü4 Vermuthlich richtet man sich nach demjenigen Zeichen, in welchem der grös«*n» "3^41. des Bogens liegt, wenn die beiden Stücke desselben erhebtkü in ihrer Grösse differieren, und nach dem Mittel wcrthe beider Zeichen, wenn dieser Unterschied nicht betrachtlich ist; oder man nimmt, wenn man genauer sein will, aus jedem der benachbarten Zeichen für das in ihm befindliche Stück den ihm zukommenden Antheil. Nachdem wir auf diese Weise RA bestimmt haben, ist von dem Bogen RT, den der Verfasser als Sehungsbogen bezeichnet (s. S. 128), nur noch AT DI übrig, dessen Werth es nun zu ermitteln gilt. Da in dem rechtwinkeligen Kugeldreieck L'DI alle Bogen sehr klein sind, kann man es als ein ebenes Dreieck ansehen und DI y aus L*D und Winkel L'ID hlTF 90 — (f berechnen. L'D ist der uns vorläufig noch imbekannte •Deklinationsunterschied der Punkte Ll und D. Wir mfissten also, um korrekt vorzugehen, zunächst L*P und DP mittels der Formel sin d sin b cos f + cos b sin 1 sin * (Einl. S. 17) zu finden suchen, um durch Subtraktion des kleinern Bogens. vom grossem den Werth von LlD zu erhalten, ein sehr umständliches Verfahren, das hier um so weniger angebracht ist, als es sich um einen Bogen handelt, dessen Grosse von der der „zweiten Breite" nicht wesentlich abweicht Setzen wir demgemäss UB b an Stelle von I/D, so ist, wenn (p wieder die Polhöhe oder geographische Breite bezeichnet, l tng </>. Für eine Polhöhe von 32°, wie Jerusalem sie hat (Einl. S. 27), ist tug tp — 0,6248694, also AT nahezu zwei Drittel der scheinbaren Breite, welche zur Ergänzung des Bogens RT noch zu RA hinzuzufügen sind. Ist b negativ (südliche Breite), mithin — ing 9-, ver*~ 'Sxi olch die Addition natürlich in eine Subtraktion. Warum Maimonides statt der zweiten die erste Breite genommen hat, ist allerdings räthselhaft. Vielleicht liegt ein Schreibfehler vor, der auch in das nun folgende Beispiel übergegangen ist, durch welches die in diesem Abschnitt entwickelte Methode illustriert werden soll. Da dasselbe in der That geeignet