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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1903-01-01 · 21.1903 · page 21

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
21.1903
Date
1903-01-01
Page
– (sequence 21)
Language
German
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IRI
…/2273546-2273587--0965-2274741
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— 135 - des Mondes. Ergicbt daher die Rechnung, dass beide Himmelskörper in derselben Ebene (der Ekliptik) liegen und gleiche Längen haben, so trifft die Verlängerung der graden Linie, die ihre Mittelpunkte mit einander verbindet, zwar den Mittelpunkt der Erde, nicht aber — worauf es eben bei der Sonnenfinsternis ankommt — das Auge des Beobachters. Wenn in nebenstehender Figur 15 der Viertelkreis GZ den Quadranten eines Höhenkreises darstellt, Z das Zcnith, C den Mittelpunkt der Erde, O den Standort des Beobachters und L1 bezw. L2 den Ort des Mondes bezeichnet, so würde der Stern a, welcher sich auf Grund astronomischer Ermittelungen zu einem bestimmten Zeitpunkte mit L1, L2 und C in einer Graden befinden muss, gleichwohl unserm Auge durch den Mond nicht bedeckt werden; vielmehr würde er von O aus sehr gut zu sehen sein, dafür aber der Stern ß bezw. y, der mit L1 und O bezw. mit L- und O in einer Graden liegt, unserm Anblick entzogen werden. Mit anderen Worten: Wir sehen den Mond nicht an seinem wahren Orte in der Richtung des Sternes «, sondern in der grössern Zenithdistanz Zß, wenn er sich in L1 befindet, und in der noch grösseren Zy, wenn er in L2 ist, wo er sowohl dem Horizonte .näher steht als dem Mittelpunkte der Erde, also beide Faktoren sich vereinigen, um seine Parallaxe zu erhöhen. Mau nennt den Bogen Zß bezw. Zy „die scheinbare Zenithdistanz" und bezeichnet ebenso die durch die Parallaxe veränderte Lange und Breite als „scheinbare Länge" und „scheinbare Breite." Steht der Mond wie in L1 am Horizonte, so bildet der Winkel aL2y den Unterschied zwischen der wahren und der scheinbaren Zenithdistanz dieses Himmelskörpers, und da etL2y =-■ CL50, so ist, wenn wir diesen Winkeloder die Horizontalparallaxe mit 7r, den Erdradius CO mit r und die Entfernung des Mondes vom Erdmittelpunkte GL2 mit a benennen, sin n — ~. Steht der Mond wie in Ll über dem Horizonte, eotiildet der Winkel «L1/? die Höhenparallaxe, und da aVß CL'O,

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