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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1892-01-01 · 10.1892 · page 22

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
10.1892
Date
1892-01-01
Page
– (sequence 22)
Language
German
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IRI
…/2273546-2273565--0351-2274116
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— -23 — Wir halu*ii «»heu «He mannigfachen, ermuthigenden Reweise werkthätiger Theiluahrae aus dem Jahre 1801 registrirt; hier mag noch ein Wort aufrichtigen Dankes, den wir der judischen (Jemeindeverwaltung Berlins schulden, seine gebührende Stelle finden. Die im Jahre 1801 begonnenen Verhandlungen haben nunmehr zu einein glück liehen Abschluss geführt. Mit demselben wird uns in den nächsten Jahren die Sorge für die materielle Existenz der Hochschule nicht mehr so schwer, wie bisher bedrücken. Hatte der Gemeindevorstand auch schon bisher ein wohlwollendes Interesse für unsere Lehranstalt bethätigt, so ist derselben nunmehr durch Gemeindebeschluss für 1802, 03 und 04 eine jährliche Subvention von 30(>0 Mark bewilligt worden. Die im Laufe der Verhandlungen erhobene Frage wegen Uebernahme der Hochschule in das Eigenthum und die Verwaltung der (lemeiude hatte das Curatorium verneint; dagegen hat es in der an die Subvention geknüpften Bedingung, die nach ihrem sachlichen Inhalte «lern («emeindevorstand lediglich eine eingehende Einsieht in die Verwaltung unserer Lehranstalt sichert, irgend welche Gefahr für ihre Selbständigkeit und Unabhängigkeit nicht erblicken können. Mit der erwähnten Subvention sind uns zugleich Käuinlichkeiten im Synagogengebüudc in der Lindenstrasse gegen eine Miethe von L300 Mark zur Disposition gestellt worden — ein Anerbieten, das wir gleichfalls mit bestem Danke angenommen haben. Unser neues Heim wird der Würde und dem Zwecke der Anstalt gleichmässig entsprechen. Dank der öffentlichen Discussion ist das Interesse für unsere Lehranstalt in weitere Kreise getragen worden und um so mehr dürfen wir hoffen, dass dem Beispiele der Berliner Gemeinde Nachfolge nicht fehlen werde. Aber auch für das Curatorium soll «lasselbe nicht vergeblich bleiben. Soweit die Theilnahme für unsere Lehranstalt durch bessere Kenntuiss ihres Zweckes und ihrer Erfolge gefördert werden kann, werden wir nach Kräften für deren Verbreitung bemüht sein. Berlin, im April 1802. Das Curatorium der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judenthums. Dr. M. Lazarus, Vorsitzender; Dr. S. Neumann, stellvertretender Vorsitzender; Dr. Heinrich Meyer Cohn, llemkut: Dr. F. Landau, Schriftführer; Berthold Simon, Controleur; Ludwig Max Goldberger; Dr. Hirstein; Georg Meyer; Dr. Paul Meyer.

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