Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 10.1892
- Date
- 1892-01-01
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
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— 2i Die ordentlich«' General-Versammlung des Jahres 1801 ha* am 25. April 18!)1 stattgefunden. Grami- Naeh Erstattung des Jahresberichtes und Ertheilung der Deeharge sind in statuteumässiger WahlUr-immlun für das Ciiratnrium die nach dem Turnus ausscheidenden Mitglieder — R.-A. Dr. Landau und Comm.-R. Goldborger wieder- und, an Stelle des verstorbenen Comm.-R. Jsaae Simon, Geh. San.-R. Dr. Hirstein neugewühlt worden. Im Berichtsjahre 1891 hat sich die Theilnahme für unsere Lehranstalt erfreulich erweitert: dass ihre gedeihliehe Entwicklung immer mehr auf einer dauernden und sicheren Grundlage beruhen werde, ist die nicht unbegründete Hoffnung, mit welcher wir in das neue Jahr eintreten dürfen. Unter Ilinweisung auf die Anlagen C. und D. sagen wir hier unsern Dank sowohl den alten Freunden unserer Anstalt für die neuen Beweise treuer Anhänglichkeit, wie denen, die im verflossenen Jahre den Kreis der Wnliltbäter erweitert haben. Zuerst aber sei es gestattet, eine alte Pflicht der Dankbarkeit zu erfüllen: Frau Stadtrath Nauny Meyer, von der Begründung der Hochschule an bis auf den heutig*'» Tä~g in Rath und That unsere treue Helferin, hat am 1*2. August ihren 70. Geburtstag gefeiert. Das Curatorium hat den Dank und Glückwunsch der Anstalt dargebracht. Möge es der verehrte« Frau, welche die liebevolle und treue Sorgfalt für unsere Anstalt gleich einem theureu Vermächtnisse pflegt, noch viele Jahre vergönnt sein, sich au der fortschreitenden Entwicklung unserer Hochschule zu erfreuen. Die Joseph Lachmannstiftung, welche unter dem 12. Juni 1801 die landesherrliche Genehmigung erhalten hat, ist zum ehrenden Andenken an den im Jahre 1885 verstorbenen Herrn Joseph Laehmann von den Geschwistern 'desselben, Fraulein Clara Lachmann, Fräulein Friederike Lachmann und Herrn Louis Laehmann, im Betrage von f>000 Mark begründet worden und zwar mit der Bestimmung zur Erhaltung und Vennehrung der Bibliothek. „Die gesamnite philosophische und theologische Bibliothek" des sei. Dr. Immanuel Heinrich Ritter, an welcher der Verstorbene „ein reiches Leben hindurch sammelte", ist von Herrn Dr. Julius Ritter für sich und Namens seiner Mutter und seiner Schwester, Frau Dr. Zolki, der Lehranstalt, welcher „sein seliger Vater beständig wärmste Theilnahme widmete" geschenkt worden. Im Testamente des am 11. Juli 1801 verstorbenen Herrn Eduard Tausk ist auch die Hochschule als Miterbin an seinem Nachlasse eingesetzt; nähere Miltheilung muss vorbehalten bleiben, bis die allerhöchste Genehmigung ertheilt sein wird. Dem eisernen Fonds sind zugegangen: Zur Erwerbung der immerwährenden Mitgliedschaft a) des sei. stud. jur. Adolf Salo'mon Meyer.....II 1000.—. b) des israel. Tempelvereiiis in Hamburg, 2. Rate . 120.—. Von Frau Stadtrath Xanuy Meyer gelegentlich ihres 70. Geburtstages . /............. „ 2000.—. Für die laufende Verwaltung sind eingegangen: 1. Von dem Vorstand der jüdischen Gemeinde hier . . , 550.—. 2. Desgl. aus der Dr. Ephraim sehen Stiftung..... „ 1000.—. 3. Von den Erben des sei. Geh.-R. Cohn....... „ 1000.—. 4. Von Frau Comm.-R. Adolphine Simon, im Andenken an ihren sei. Gatten, Comm.-R. Isaae Sjmon . . . . „ 500.—. 5. Von Frau Stadtrath Xanny Meyer........ „ 500.—. 6. Für Preisaufgaben von Frau Stadtrath Nanny Meyer bei Gelegenheit ihres 70. Geburtstages....... „ (»00.—.