KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1931
- Issue
- Heft 11 (November 1931)
- Date
- 1931-11-01
- Page
- Seite 194 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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194 K. L.-Blätter Nachr.-Heft die wissenschaftlichen Abende interessant und anregend gestaltet. Außerdem horten wir im Semester von Außenstehenden eine große Anzahl von Vorträgen, die neben politischen und religiösen Themen auch in das Gebiet von Kunst und Wissenschaft fielen. Einen besonderen Wert legten wir auf die körperliche Ausbildung unserer Bbr. Bbr. Neben dem Fechten, das nicht vernachlässigt wurde, hatten wir unter Leitung anerkannter Sportlehrer wöchentlich 2 Stunden Boxen und 4 Stunden Leichtathletik. Selbstverständlich beteiligten wir uns wie in jedem Jahre an dem Sommersportfest der Berliner Hochschulen. Es kamen auch in diesem Semester Abwechselung und Gemütlichkeit nicht zu kurz, dafür zeugen harmonisch verlaufene Exbummel in die Umgebung Berlins und unsere Damenoffizieru Auf dem Pauktag am Ende des Semesters gegen eine verehrt. Freie Landsmannschaft „Badenia" konnten wir 8 Partien stellen und ein befriedigendes Ergebnis erzielen. Am 28. Juli fand der Semester- Schlußkonvent statt. Wir konnten unseren Chargierten sämtlich die Kreuze und den Fuchsmajoren das F. M. in Klammern verleihen. Inaktiviert wurden die a. V. a. B. Max Rhode, Ernst Jacobson (XXX) und Kurt Iunkermann, während wir a. B. Joachim Domp nach seiner Inaktivierung bei einer l. K. V. Licaria den Austritt genehmigten. Wir beurlaubten zu einer l. K. V. Rheno-Silesia unseren a. V. Gustav Geisel, zu einer l. K. V. Nassovia unseren a. B. Kurt Vreuß, zu einer l. K. V. Rheno- Guestphalia den a. B. Norbert Kronenberg. Im Laufe des Semesters philistrierten wir unsere i. a. B. i. a. B. Hans E. Bloch, Iungmann und Kossack, den beiden letzteren sei auch von hier aus noch einmal zu dem bestandenen Referendareramen gratuliert. A. H. V. Thurrngia. (Stiftungsfest in Breslau.) Die für das 30. Stiftungsfest der Thuringia, 35. des K. C. und 45. der Viadrina bis aufs einzelne vorbereiteten Pläne für ein der Tradition entsprechendes, weite Kreise der Breslauer Oeffentlichkeit und des K. C. umfassendes Stiftungsfest mußten mit Rücksicht auf die allgemeine Not, von der weder die Bundesbrüder noch der A. H. V. verschont geblieben sind, unausgeführt bleiben. Der Verzicht auf ein großes, prunkvolles Fest ist uns um so leichter geworden, als in uns sofort die Hoffnung erwachte, einmal einen recht großen Kreis von Bundesbrüdern mit ihren Frauen zu einem - intimen und deshalbfür die Wiedererweckung alter freundschaftlicher Beziehungen besonders geeigneten Fest zusammenzuführen. Diese Hoffnung ist, wie wir mit aufrichtiger Freude feststellen zu können glauben, voll erfüllt worden. Konnten wir in der Dezembernummer 1930 der K. C.-Blätter berichten, daß das Interesse an dem Gedeihen des A. H. V. erfreulicherweise wieder erwacht sei, so können wir heute feststellen, daß dieses Interesse nicht nur erhalten geblieben, sondern offensichtlich noch gewachsen ist. Schon zu dem Frühschoppen am Sonnabend, dem 31. Okt., im Pschorrbräu waren über 80 Bundesbrüder erschienen und an dem am Abend stattfindenden, von Herbert Steinitz mustergültig geleiteten Kommers nahmen über 150 K. C.er teil. Der Vorsitzende des A. H. V. Bundesbruder Dr. Ernst Rosenthal führte uns in seiner Begrüßungsansprache die Wandlungen vor Augen, die die K. C.-Verbindungen nach dem Kriege durchgemacht haben. Bundesbruder Dr. Fritz Michaelis stellte' in seiner Tendenzrede den Wandel der Geisteswelt und ihren Einfluß auf das Verbindungsleben dar. 2m Anschluß daran überreichte der Vorsitzende Herrn Kartellbruder Gemeinderabbiner Dr. Vogelstein das Band der Verbindung zum Dank und als Anerkennung für die großen Verdienste, die sich Kartellbruder Dr. Vogelstein um die hiesige Verbindung in den langen Jahren seiner hiesigen Tätigkeit erworben hat. Schließlich verstand es Bundesbruder Dr. Franz Engel, uns durch einen dem ohnehin guten geistigen Niveau des Abends entsprechenden, dem Gefühlsleben alkoholisch beschwingter Gemüter angepaßten, poetisch untadligen Vortrag die nicht einmal auf den Tribünen zugelassenen Damen plastisch in Erinnerung zu bringen. Nach nur wenigen Stunden Schlafes vereinigte sich der größte Teil der Bundesbrüder am nächsten Morgen