KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1931
- Issue
- Nr. 3 (7.1931)
- Date
- 1931-07-01
- Page
- Seite 41 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Ocrtraulidie Beilage berK.C.=Blätter Nur für K. C.er — Bis Handschrift gedruckt. 1931 Juli Br. 3 Studentenarbeitslager. Von Erich Rath (Neo-Frib. Sprev.). Während wir im K. C. nach einem neuen Arbeitsfeld für unsere Tendenzen ausschauen, hat man in Löwenberg (Schles.) in dem Volkshochschulheim etwas Neues „erfunden" und bereits ausprobiert. Die Teilnehmer dieser sog. „Arbeitslager" find drei so verschiedene Gruppen im Volksganzen, daß man das Ganze leicht für eine Atopie halten könnte. Drei Wochen arbeiten Bauern, Arbeiter — meist Erwerbslose — und Studenten zusammen. Es wird harte körperliche Arbeit geleistet, nicht zum Vergnügen nur, sondern aus den Einkünften wird das Lager finanziert. Der Teilnehmerbeitrag beträgt für die ganze Lagerzeit inkl. alles nur 10.— RM. Sechs Stunden wird körperlich gearbeitet — Moortrockenlegung, Erntehilfe. Nach einer Pause beginnen die Arbeitsgemeinschaften. Sie stehen unter Leitung von Studenten und erstrecken sich über irgendwelche allgemein-interessierende Fragen der Jetztzeit. In diesen Arbeitsgemeinschaften erzählt jeder zuerst seine Lebensgeschichte, und davon geht man in den folgenden Rundgesprächen aus. Oft sind Gäste — Wissenschafter und Praktiker — anwesend, dann gibt es eine Gesamtversammlung mit Diskusion. Nach dem Abendeffen folgen gesellige Veranstaltungen irgendeiner Art, um die Freundschaft zwischen den Lagerbewohnern zu festigen. Die Idee des Lagers fordert drei gleichstarke Gruppen, zusammen 100 Mann. Der Arbeiter ist froh über die neue, gesunde Arbeit, über die Fülle der geistigen Anregung und über die neuen Freunde, die er gemacht hat. Der Bauer, der der ganzen Bewegung am pessimistischten entgegenkam, sieht, daß der Mann aus der Stadt dieselbe Arbeit verrichten kann. Er lernt den neuen deutschen Studenten kennen, der mit dem Volk verwachsen ist, wie seiner Führerstellung entsprechen soll. And das ist das Wichtige für uns jüdische Corporationsstudenten. Wir verkörpern die beiden Arten, die den Bauern und Arbeitern unbekannt, wenn nicht gar verhaßt sind. Lier ist der Platz, wo wir KE er zeigen können, daß wir noch mit unserem Volke und unserer Leimat verwachsen sind. Lier, wo alle politische Gruppen, und die drei Grundfaktoren des deutschen Volkes einmal vereinigt sind, können wir die Nationalsozialisten mit ihrer eigenen Waffe schlagen. Lier werden die wirklichen Bindungen sinnvollen Gemeinschaftslebens einmal gezeigt. Wir KE er dürfen nicht fehlen. Der „Bund der Freunde und Förderer der Arbeitslager in Norddeutschland e. V." will auch in diesen Ferien solche Lager veranstalten. Es fehlen aber noch genügend Mittel zur Durchführung. Eine Anterstützung durch unseren Verband, wie es andere Iugendverbände auch tun, wäre wohl angebracht, aber nutzlos, wenn sich nicht einige Leute finden, die aktiv an der Sache teilnehmen. >16. 2 Lager fanden bis jetzt statt: 28. II. bis 21. III. 31 inRickling (Schlesw.- Lollstein). 21. III. bis 10. IV. 31 in Marienau (Lüneb. Leide). Aus den Sitzungen des G. A. U Sitzung vom 5. Februar 1931. Kassenwart.Levy Die Konstituierung des G. A. wird Sportwart.iSl^*** ^ohn vorgenommen. Zu stellvertretenden Kerlwart.dmk Mayer Vorsitzenden des G. A. werden die Redakteur .Leunansohn Kartellbrüder Berlak und Stern Zu Mitgliedern des Kuratoriums der gewählt. Die weiteren Wahlen haben „K. C.-Blätter" werden die drei Vorfolgendes Ergebnis: sitzenden des G.A. bestimmt. — Die sach-