KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1931
- Issue
- Heft 6 (Juni 1931)
- Date
- 1931-06-01
- Page
- Seite 105 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Nachr.-Heft K. C.-Blätter lob I I Verbandsnachridifen I ■ ■ I Die „ Verbandsnachrichten" für die nächste Nummer find einseitig beschrieben bis spätestens 5. Juli 1931 an die Schristleitung einzureichen.) Stammtisch im K. C. Aassia, Marburg a. d. Lahn. Es hat sich im Kartell wohl schon herumgesprochen, daß hier in Marburg etwas vorgeyt, was jeden einzelnen K.C.er interessieren und zugleich aber auch mit der größten Freude erfüllen müßte. Der Zufall wollte es, daß mehrere Kartellbrüder, nachdem sie ihre Aktivität in den verschiedensten Verbindungen beendet hatten, sich in das schöne Marburg zurückzogen, um hier eifrig zu arbeiten. Aber es waren zuviele Kartellbrüder, als daß nicht schon in den ersten Tagen der Plan auftauchte, die alte Kartellverbindung Hassia wieder aufleben zu lassen. Eine Idee, die bei uns allen derartigen Widerhall fand, daß wir schon nach 10 Tagen die Kartellbrüder aus der Umgebung zu unserer Gründungskneipe einladen konnten. Es war selbstverständlich, daß sich sämtliche anwesenden K. E.er sofort aktiv meldeten, so daß unsere Conburschia aus den i.. B. i. a. B. Höxter (Bav.), der auf dem ersten Konvent mit der Leitung des Stammtisches betraut wurde, Spier (Bav.), der die zweite Charge erhielt, Marx (Nass.) als Drittchargiertem, Ursell (Nass.) als F. M. f. T. und Kamp (Bav., Rheno-Sil.) bestand. Das Fuxmajorat für Comment erhielt unser Bbr. Spier. Die Fuxmajore konnten sofort ihre Arbeit aufnehmen, da uns der Brander Hattenbach von einer l. K. V. Bavaria überwiesen wurde. Auf der Gründungskneipe, die für uns alle eine der schönsten und eindrucksvollsten Kneipen, die wir je mitgemacht hatten, war, da sie durch die Begeisterung und den Optimismus der Bbr. eine ganz besonders schöne Stimmung aufkommen ließ, meldeten sich noch die in Gießen studierenden i. a. B. i. a. B. Karl Weil (Neo-Frib.), Norbert Goldenberg (Nass.) und Ludwig Metzger (Bav., Neo-Frib.) aktiv. Die Fuchsentafel hatte inzwischen durch zwei Kraßfüchse, und zwar durch den 5tuid. med, dient. Grünewald aus Wiseck und den 3tud. med.. Meyer aus Corbach Zuwachs bekommen. Der Verbindungsbetrieb war in den ersten Wochen selbstverständlich nicht so, wie wir es aus unseren Verbindungen gewöhnt waren, und er konnte auch noch nicht so sein, da wir erstens sehr viel Zeit darauf verwenden mußten, die Vorbereitungsarbeiten zu erledigen, und da wir zweitens — und das ist wohl der wichtigere Grund — noch kein eigenes Heim halten. Jedoch wurden die Sport- und Fechtoffizien von Anfang an straff ourchgeführt. Wir treiben selbstverständlich die auf dem Frankfurter K.C.-Tag festgelegten Stunden Leibesübungen und haben außerdem fünfmal wöchentlich Contraboden. Unsere Farben zeigten wir zum ersten Male auf einem Treffen der l. K.V. K. V. Nassovia, Bavaria und Viadrina und einen Tag vorher auf der S. A.- Kneipe einer l. K. V. Bavaria, wo man uns begeistert begrüßte. Die geistige Seite der Verbindung kommt, seitdem wir' seit einigen Tagen unser eigenes Heim haben, natürlich auch nicht mehr zu kurz. Ferner hielt unser Bbr. Ursell in der C. V.-Jugendgruppe, die sich mit unserer Hilfe neu konstituiert hat, einen Vortrag, an den sich eine recht lebhafte Diskussion anschloß. Der Vorsitzende des C.V., der zum Schluß seiner Freude darüber Ausdruck gab, daß sich hier wieder K. C.er zusammengeschlossen haben, sagte uns die kräftigste Unterstützung seitens des C. V. zu. Auf einem im kleinsten Rahmen gehaltenen Damenfest, hatten wir die Freude, mehrere Kartellbrüder aus Frankfurt bei uns begrüßen zu können und außer dem üblichen „harmonischen Verlauf" des Damenfestes brachte es auch für die Verbindung einen weiteren Erfolg, nämlich den, daß sich Herr Martin Goldschmidt, 8tud. med. denk., aus Marburg, Herr stud. med. Katz aus Gießen und Herr stud. med. Süßkind aus Heuchelheim bei uns aktiv meldeten. Der Umstand, daß wir Couleur aufsetzen, hängt nur noch davon ab» daß wir im nächsten Semester stark genug sind, mit anderen Worten, es kommt daraus an, ob wir im nächsten Semester viele oder wenig Kartellbrüder hier in Marburg begrüßen können. Wir glauben und hoffen, daß sich bestimmt einige Kbr. Kbr. finden werden, die in dem schönen Marburg noch ein oder zwei richtige Studentensemester mit uns verleben wollen.