KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1930
- Issue
- Heft 8 (Oktober 1930)
- Date
- 1930-10-01
- Page
- Seite 136 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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136 K. C.-Blätter Nachr.-Left stand. Wir beteiligten uns an Vorträgen, die der Deutsche Studenten- Lund mit großem Erfolge veranstaltete. Zusammenfassend sei gesagt, daß wir allem in der Verbindung gerecht zu werden bemüht waren und daß alle Bbr. Bbr. mit dem, was ihnen geboten wurde, recht zufrieden waren. Das Wintersemester verspricht schon heute, recht abwechslungsreich zu werden, zumal der gesellschaftliche Teil noch mehr hervortritt. Wir hoffen, daß im kommenden Semester noch viele Kartellbrüder den Weg zur Alma Mater „Viadrina" finden werden. Das W.-S. 30/31 beginnt mit dem Antrittskonvent am 30. Oktober. Licaria. Das 35jährige Stiftungsfest, das in der letzten Iuliwoche gefeiert wurde, nahm einen sehr schönen und würdigen Verlauf und war zu unserer großen Freude von auswärtigen Bundesbrüdern, die meist mit ihren Frauen erschienen waren, stark besucht. Nach dem gemütlichen Begrüßungsabend auf dem Augustiner- Keller fand am nächsten Abend der Festkommers statt. Die Festrede hielt in gewohnt meisterhafter Weise unser l. A. H. Bruno Weil. Er verbreitete sich in begeisternden Worten über die Aufgabe des deutsch-jüdischen Akademikers und fand mit seinen Ausführungen stärksten Beifall. Von den übrigen offiziellen Reden sei noch die Ansprache des 1. Vorsitzenden der hiesigen Gemeinde, des Herrn Oberlandesgerichtsrat Dr. Neumeher hervorgehoben. — Am Samstag vormittag vereinigten sich bei strahlendem Sonnenschein im Englischen Garten (Chinesischer Turm) eine große Anzahl von Bbr. Bbr. und Bundesschwestern beim gemütlichen Frühschoppen, der sich bis nach 1 Ahr ausdehnte. Ansere Kneipe faßte kaum die große Zahl der am nächsten Vormittag zum Generalkonvent erschienenen Teilnehmer. Nach einem ausgedehnten Referat unseres l. A.H. Flaschner fand eine rege Aussprache über alle zur Zeit den K. C. besonders interessierenden Fragen statt. (Einzelheiten über diesen A. H.-Konvent werden in dem nächsten vom A. H. V. herauszugebenden Rundschreiben veröffentlicht.) An dem Festessen in den schönen Räumen des Cherubinsaales nahmen 168 Kartell- und Bundesbrüder mit ihren Frauen teil. Nach dem Essen trugen noch kleine Kabarett-Vorträge, die von Bundes- und Kartellbrüdern in hervorragender Weise zu Gehör gebracht wurden, zur Anterhaltung und Stimmung bei. Die Zaubervorstellung unseres altbewährten Magiers (A.H. B. Katzenstein) bildete den Höhepunkt des Programms. Erst die Polizeistunde konnte dam darauffolgenden Tanz ein Ende machen. Wie gerne die auswärtigen und Münchner A. H. A. H. bei der Verbindung weilten, bewies die zahlreiche Teilnahme an dem Montag-Exbummel nach Starnberg (Andosabad). Auch an diesem Abend lösten Tanz und heitere Darbietungen unserer Bundes¬ und Kartellbrüder sich in rascher Reihenfolge ab. Bei dieser Gelegenheit hielt auch unser alter Fax T h o m a der am heurigen Stiftungsfest seine 25jährige Zugehörigkeit zur Verbindung feiern konnte, eine sehr gelungene Rede, die sich hauptsächlich mit der Fechtstatistik der Verbindung befaßte und in dem Wunsche ausklang, daß der alte Licarengeist auch in den nächsten 25 Jahren keine Aenderung erfahren möge. Sicherlich wird das 35jährige Stiftungsfest allen Teilnehmern eine bleibende schöne Erinnerung sein. An dieser Stelle sei im Namen der Aktivitas unfern beim Fest erschienenen lieben A. H. A. H. nochmals aufs herzlichste gedankt, daß sie in freigebigster Weise beim Festabend und Ausflug die jungen Bbr. Bbr. als ihre Gäste betrachtet haben. Der interne Verbindungsbetrieb brachte uns in der letzten Woche noch einen hochinteressanten Vortrag über „Die Entwicklung und das Wesen des Alpinismus" unseres l. A. tz. Dr. Bergmann, der wohl am ersten dazu berufen ist, zu diesem Thema zu sprechen. Auf dem Schlußkonvent inaktivierten wir unsere a. B. a. B. Doernberg (Sprev. i. a. B.), Hartoch (Rheno-Guestph. i. a. B.), Hecht und Salinger. Die Chargen wurden dechargiert und erhielten die Klammern.