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KC-Blätter · 1930-08-01 · Heft 7 (August 1930) · p. Seite 115

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1930
Issue
Heft 7 (August 1930)
Date
1930-08-01
Page
Seite 115 (sequence 19)
Language
German
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I K. C.-Blätter 115 Nachr.-fteft 5 Selbstverständlich wurde durch das Körpertraining die geistige Arbeit nicht; vernachlässigt, uud besonders erfreulich j war es, daß gerade unter den jungen j Bundesbrüdern ein geistiges Niveau .? festzustellen war, das zu den größten Hoffnungen berechtigt. Viele Abende des Semesters vereinigten uns zu lebhaften Diskussionen über akute Tages- I fragen und vor allen Dingen gab uns der interessante Vortrag von a. F. Iakubowski reichlich Gelegenheit, über politische Fragen zu debattieren. Auch \\ Kbr. Dr. Hans Laaser (Frib.) stellte sich in dankenswerter Weise zur Verfügung und fesselte uns durch die Berichte über seine Forschungen, die auch dazu führten, daß er im Laufe des * Semesters die venia legendi der Rui perto Carola erhielt, wozu wir ihm auf diesem Wege noch einmal herz- ' lichst gratulieren. Am 2. Juni konnten wir unseren a. F. Leon nach be-; standener Prüfung rezipieren. Aeber dem ganzen Semester aber schwebte der ftauch eines großen kom- | menden Ereignisses. Schon seit Semestern sprach man von unserem „40 jährigen", \ und es wird wohl keinen von uns geben, i der von diesem Ereignis enttäuscht ge-; wesen ist. Nicht nur, daß die treue Erl gebenheit der A.ft. A. ft. zu unserer j Verbindung uns Jüngeren neuen Mut 1 gab, für unsere Idee zu kämpfen, so | bestärkte uns auch ihre Anhänglichkeit I aufs neue in dem Gefühl der Zusammengehörigkeit. Schon der Begrüßungsabend auf der Philosophenhöhe gab i einen wirkungsvollen Auftakt. Freudig! beobachtete die Aktivitas die herzlichen Begrüßungsszenen der Alten fterrn. Bei dieser Gelegenheit erhielt die Aktivitas eine Einladung zum Spargeleffen, nach Schwetzingen für den nächsten Tag. Nach diesem vorzüglichen Mittagsmahl } und dem sich daran anschließenden I offiziellen Nachmittagskaffee auf der I Molkenkur, wo wir unseren lieben Gä- | sten ein gewiß unvergeßliches Bild von ß Heidelberg bieten konnten, stellte das j Abend-Festessen im „Europäischen ftof" * wahrhaft schwierige Anforderungen an k unfern Magen. ftier wurde durch die J Ansprache uns eres Erst-Ehargierten, der f in witziger Form die Damen-Nede unseres | lieben Alten fterrn Cahen folgte, der | offizielle Teil unseres Stiftung sfests er- | öffnet. Alle Alten fterrn folgten dem I Motto: „Der Freigebigkeit sind keine f Schranken gesetzt" und man muß sagen. daß jeder von uns das Gefühl hatte, daß diese nicht aus einem gewissen Zwang, sondern aus Freude am Geben erfolgte. Der nächste Tag war für ernste Arbeit und Repräsentation nach außen bestimmt. Vor der Eröffnung des General-Convents legte der C. C. am Grabe unseres lieben A. ft. Lewin einen Kranz nieder, eine Ehrung, die ihm zuteil werden sollte und gleichzeitig als Symbol für diejenigen Bbr. Bbr. gedacht war, die der Tod aus unserer Mitte gerissen hat. Auch auf dem General-Convent fand nochmals eine Ehrung der Toten statt, worauf wir daun zu den Punkten der Tagesordnung übergingen. Nach der Ernennung unseres verdienstvollen l. A. ft. und Gründers der „Badenia" Max Mainzer zum Ehrenmitglied, wurde die wichtige Frage des ftausbaus besprochen. Nach allem, was sich aus der Debatte ergab, dürfen wir mit Bestimmtheit in der nächsten Zeit schon mit einem eignen ftaus rechnen. Am gleichen Abend stieg unser Festkommers in der Stadthalle, der von unserem i.a.B. Jack Spier in ausgezeichneter Weise geleitet wurde, und bei dem die K. V. K V. „Thuringia", „Sprevia", „Liearia", „Neo - Friburgia", „Nheno - Silesia", „Viadrina", „Naffovia", „Rheno- Palatia" und „Rheno-Guestphalia" chargierten, wofür ihnen an dieser Stelle nochmals unser herzlichster Dank ausgesprochen sei. Während bei diesem Kommers sich die Damen mit der Galerie begnügen mußten, war ihnen der Sonntag voll und ganz gewidmet. Am allen die schöne Amgebung Heidelbergs zu zeigen, machten wir einen Ausflug in das Neckartal. Als besonders geglückt ist wohl die herrliche Rückfahrt mit dem Motorboot zu bezeichnen. Die letzten Stunden nach dem gemeinsamen Abendessen in der Stadthalle blieben wir noch beim Tanze zusammen. Allen unseren lieben A. H. A. H. danken wir nochmals recht herzlich für die zeitlichen und materiellen Opfer, die dazu beigetragen haben, unser Stiftungsfest in würdiger Weise zu begehen. An dieser Stelle möchten wir aber auch nicht verfehlen, unfern lieben A. H. A. H. Mainzer, Arthur Strauß und Weißmann für die Bemühungen zur technischen Durchführung unseres Festes unseren besten Dank

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