KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1930
- Issue
- Heft 6 (Juli 1930)
- Date
- 1930-07-01
- Page
- Seite 95 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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^achr.-Left K. C.-Blätter 95 Schauspiel der Natur unter leuchtender Sanne bot. And wichtiger noch: überwältigt von den Beweisen bundesbrüderlicher Zuneigung wurde während der stundenlangen Fahrt in ernster Anterhaltung von Mann zu Mann das Band der Freundschaft noch fester geknüpft. An gemeinsamer Mittagstafel sprach Albert Griesbach, froh und doch ernst, und wußte mit beredten, herzlichen Worten den unvergleichlichen, innigen Zusammenhang in unserem A. H. V. zu Preisen. Der Weg auf den Petersberg, von dem der bald ganz freie Rhein in seiner stolzen Größe und Schönheit weit ins Land zu verfolgen ist, die Heimfahrt auf dem Rhein — aus tiefbewegtem Herzen klang das Schlußlied: „Wie war's doch heut' so schön. Freunde auf Wiedersehen." Der verantwortliche „Landesverband rheinischer Visurgen" Vorsitzender Richard Nathan, das Mitglied Walter Perl, hatte Freude über das Gelingen des Festes. Aeber unseren kleinen Bund muß man als K. C.er Freude empfinden, da im A. tz. V. Visurgia wahres K. E.ertum in Wort und Tat, in Geist und Herz in schönster Blüte vorhanden ist. Visurgen-Parole: Pfingsten 1931 in Dresden. Landesverband Mitteldeutscher K.C.er. Das Dresdener Treffen am 31. Mai und 1. Juni 1930 erfreute sich der Anwesenheit einer stattlichen Anzahl von Kartellbrüdern mit ihren Damen. Drei Kartellbrüder waren mit ihren Wagen erschienen. Nach freudiger Begrüßung, pünktlich am 31. Mai 1930, abends 7,20 Ahr, am Neustädter Bahnhof in Dresden, wo sich auch eine Anzahl Dresdener junger Damen eingefunden hatte, fuhren die glücklichen Autobesitzer mit dem Wagen zur Friedensburg in der Lößnitz, wahrend der größte Teil der Anwesenden mit der Bahn dasselbe Ziel nahmen. Die „vornehmen Äutobesitzer" ließen es sich jedoch nicht nehmen, am Bahnhof Kötzschenbroda die Eisenbahnfahrer abzuholen und sämtlich per Auto zur Friedensbnrg hinaufzubefördern. Dort bot sich allen bei herrlichstem Wetter ein wundervoller Anblick. Der Blick auf Dresden in seinem Lichterglanz von der Höhe der Friedensburg herab dürfte allen in unvergleichlicher Erinnerung sein. Nach gemeinsamem Abendessen fand eine urgemütliche Bowlenkneipe statt, die unter dem Präsidium des Anterzeichneten und unter der Fidulität des Kartellbruders Waller Grün mit den Kartellbrüdern Dreifuß und Braun als Fuchsmajoren außerordentlich lustig verlief. Im Verlauf des Offiziums wies der Anterzeichnete auf die unvergänglichen Ziele des K. C. hin. Die Stimmung in der Fidulität stieg gewaltig, und die vorzügliche dreimannstarke Kiliankapelle bewährte sich hervorragend als Kneipwie auch als Tanz-Kapelle. Sogar eine Polonaise fehlte nicht. Zum Schluß, dessen Zeitpunkt wir nicht verraten wollen, fand auch noch eine Blitzlichtaufnahme statt, deren Ergebnis inzwischen allen Beteiligtem bekannt sein wird. Kurzum, es war ein äußerst gemütlicher Abend, wenn man bei der vorgerückten Zeit noch von einem „Abend" sprechen kann. Alle Beteiligten waren sich darüber einig» daß derartige Veranstaltungen öfter stattfinden sollten. Ein Teil der Kartellbrüder verbrachte den frühen Morgen bereits auf der Bastei in der Sächsischen Schweiz, während ein anderer sich mehr oder weniger ausschlief. Infolge einer Programmänderung wurde dann am nächsten Vormittage die Hhgieneausstellung besucht. Zum Mittagessen traf man sich wieder im Stadtverordnetensaal des Ratskellers. Da jedoch ein Teil der Kartellbrüder an diesem Tage verhindert war, an dem Konvent teilzunehmen, wurde von einer formellen Durchführung desselben abgesehen. Zum Schluß versammelten sich die noch nicht abgereisten Kartellbrüder mit ihren Angehörigen im „Internationalen Kaffee" der Hygiene- Ausstellung. und ein kleiner Rest blieb auch noch abends auf der Terrasse des Hygiene-Museums zusammen, wo die Ausstellung als Abschiedsgruß ein prächtiges Feuerwerk vonstatten gehen ließ. Alles in allem waren es sehr schöne Stunden, die der Landesverband nicht zum mindesten der glänzenden Vorbereitung durch Kartellbruder Dr. Alfred Dreifuß, Dresden, und dessen liebenswürdiger Gemahlin verdankt. Den Dresdener Kartell- und Bundesbrüdern mit ihren Angehörigen sei nochmal auf diesem Wege für ihre herzliche Aufnahme bestens gedankt.