KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1930
- Issue
- Heft 6 (Juli 1930)
- Date
- 1930-07-01
- Page
- Seite 91 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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K.C.-Blätter 91 Nachr.-ÄefL D (Line Woche ist vergangen, die ' Zimmer sind wohnlich eittgerichtet. i Ganz gemütlich werden sie ja erst sein, \ wenn die Hauskommission durch Spen- : den geneigter Alter Herren und J Kartellbrüder unterstützt wird. Doch - der Rahmen ist würdig genug für l die erste Hauskneip% Das Kneip-! zimmer reicht gerade für die 35köpfige Aktivitas. Da jedoch viele Alte Herren j und Kartellbrüder sich zu dieser außergewöhnlichen Feierstunde eingefunden haben, wird im anliegenden Wohnj zimmer eine äußerst fidele zweite; Burschentafel aufgestellt. i Zwischen den Begrüßungsworten j des ErsLchargierten fühlt man die Freude heraus, zu den Bevorzugten dieses Semesters zu gehören. Anser lieber A. H. Trips erzählt mit kurzen Worten die Vorgeschichte; des Hauskaufes. Alle Schwierig- ' keiten der 10 voraufgegangenen Se-? mester ziehen an unserem Blick vorüber. Wir hören noch einmal, unter - welchen Bedingungen der Verbindungsbetrieb bisher durchgeführt wurde, wie * der Ruf nach dem eigenen Haus von ■ Semester zu Semester dringlicher wurde und wie schließlich mit bewundernswerter Opferwilligkeit der Hauskauf getätigt wurde. A. tz. Trips * unterläßt es nicht, die Verdienste unserer lieben Alten Herren Rosenow ' und Hein und unseres Erstchargierten; Resi lobend zu erwähnen. Da er voller Bescheidenheit seine 1 eigenen Verdienste unerwähnt ließ,! wird es vom Lrstchargierten nachgeholt. ] , Die Räunce rüsten sich zum fünf-! jährigen Stiftungsfest der „Reo-Friburgia" und dem 34 jährigen unserer - alten „Ghibellinia". Dann hoffen wir alle Alten Herren auf dem Hause? begrüßen zu können. Die Zahl der jüdischen \ Studierenden in Deutschland. j Die „Deutsche Hochschulstatistik" für j das Winterhalbjahr 1928/1930 enthält; besondere Tabellen für die im * Wintersemester 1929/1930 immatrikur lierten Studierenden der einzelnen; Aniversitäten nach Geschlecht und; ' Gruppen von Studienfächern in Verbindung mit der religiösen Zugehörigkeit. Den Tabellen ist zu entnehmen, daß in dem erwähnten Semester an den Universitäten des Deutschen Reiches 3824 Juden (4,21 °/o der Gesamtzahl von 90743 Studierenden) immatrikuliert waren. Von den jüdischen Studierenden waren 2767 männlich, davon 655 Reichsausländer, und 1057 weiblich, davon 199 Reichsausländer. Von der allgemeinen Zahl der Studierenden (90743) waren 75788 männlich, davon 729 Reichsausländer, und 14 955 weiblich, davon 149 Reichsausländer. Von den jüdischen Studierenden studierten Rechtswissenschaft 997 m., 167 w., Volkswirtschaftslehre 141 m., 60 w., Betriebswirtschaftslehre 58 m., 14 w.; allgemeine Medizin und Zahlheilkunde 967 m., 418 w.' Tierheilkunde 1 m.; Philosophie und Pädagogik 90 m., 36 w.; alte und neue Sprachen und Germanistik 154 m., 182 w.; Geschichte und Geographie 75 m., 37 w.; Mathematik und Physik 86 m., 42 w.; Chemie 90m.,31 w.; Landwirtschaft 16 m.; sonstige Studienfächer 92 m., 70 w. An den Preußischen Universitäten ist das Verhältnis das folgende: An der Universität Berlin studierten unter 14126 Studierenden 15l7 (10,74%) Juden, davon 1068 m., 449 w.; Bonn unter 5257 Studierenden 133 (2,53%) Juden, 96 nt, 37 w.; Breslau unter 4251 Studierenden 300 i7,06%) Juden, 231 nt, 69 w.; Frankfurt a. M. unter 3665 Studierenden 329 (8,98%) Juden, 242 nt., 87 w.; Güttingen unter 3715 Studierenden 32 (0,86%) Juden, 23 nt., 9 w.; Greifswald unter 1536 Studierenden 4 (0,26%) Juden, 3 m., 1 w.; Lalle unter 2243 Studierenden 18 (0,80%) Juden. 12 nt., 6 w.; Kiel unter 2120 Studierenden 9 (0,42 %) Juden, 8 nt., 1 w.; Köln unter 5515 Studierend«- n 193 (3,50%) Juden, 157 m, 36 w.; Medizinische Akademie Düsseldorf unter 230 Studierenden 12 (5,22%) nt. Juden. Königsberg unter 2681 Studierenden 83 (3,10%) Juden, 55 m., 28 w.; Marburg unter 3315 Studierenden 29 (0,87 %) Juden, 22 m., 7 w.; Münster unter 3993 Studierenden 16 (0,40%) Juden, 9 nt, 7 w.; an allen preußischen Universitäten studieren demnach unter 52 883 Studierenden 2675 (5,08%) Juden. „Freie Deutsche Studentenschaft" gegen Arier-Paragraphen. (3.T.A.) Zur Abwehr der in der neuen „SLudentenordnung" an der Wiener Universität zutage getretenen Tendenzen wurde eine „Freie Deutsche Studentenschaft" gebildet. Diese wendet sich jetzt in einem Aufrufe an die