KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1930
- Issue
- Heft 4-5 (Mai 1930)
- Date
- 1930-05-01
- Page
- Seite 78 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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78 K. 'C.-Blätter Nachr.-Left Wir chargierten bei den anläßlich des Reichsgründungstages von der Asta angesetzten Veranstaltungen: der akademischen Feier und dem Festkommers, bei der Aeberführung eines Kommilitonen und bei dem Stiftungsfestkommers einer l. K. V. Nassovia. Wir entsandten Vertreter zu den Damenveranstaltungen in Frankfurt und Heidelberg. Auf dem Schlußkonvent wurden die Chargen und Wartschaften entlastet; Archenhold und Langenbach erhielten die Kreuze in Klammern, a. B. a. B. Heilbrunn und Spittel wurden inaktiviert. Während der Ferien chargierten wir anläßlich. des lOjähr. Bestehens des R. I.F. bei der Gedenkfeier auf dem Friedhofe. Auf dem Stiftungsfestball am Abend waren wir auch vertreten' ebenso bei einem Logenball und der Veranstaltung der Mannheimer K. C.er. Das S. S. begannen wir am 6.5. mit 6 Aktiven: a. B. a. B. Archenhold. Huhn, Langenbach, Simon, a. F. a. F. Liebmann, Stern und 3 Inaktiven Lahn, tzeilbrunn, Spittel. I. a. B. Spittel ging nach der Prüfung nach Berlin zurück. Auf dem Anfangskonvent wurde der interimistische C. C. wie folgt gewählt: X Archenhold (XX) XX Langenbach (X) XXX Huhn F.M.F.C. XXX F.T. C. Rothschild (Stauf., Viardr.-D.) F. W XXX S. W. X Sp.-W. X K. W. XX Hochschulpol. V. XX E. R. E. R. X, A. H. Nauheim, A. tz. Rothschild, Heilbrunn, Lahn, A. H. Kreielsheimer. Wir chargierten bei der Aeberführung eines Kommilitonen und entsandten a. V. Archenhold auf den Rektoratsball. Am Samstag, den 24. haben wir unsere S. A.-Kneipe. Saxo-Bavarra, Leipzig. Man fordert Ehrlichkeit statt Phrasen nunmehr auch für die K. C.-Berichte. Cs mag großen Verbindungen, die viel Schönes erleben, leicht werden, ehrlich zu fein. Kleinen Verbindungen, die um ihr Bestehen zu ringen haben, fällt diese Ehrlichkeit viel schwerer. Trotzdem wollen wir sagen, was sich in letzter Zeit bei. uns zugetragen hat. Keilerfolge hatten wir keine. Der Grund ist mehr in örtlichen Verhältnissen, als in Mangel an Eifer zu sehen. Ideal gesinnte Studenten, solche, die in eine Verbindung gehen um der Idee willen, zieht es nach Süddeutschland. In Leipzig bleibt nur der Großstädter, der seinen Anhang auch ohne uns hat und den glaubt, durch uns in seinen gesellschaftlichen Interessen eher gestört als gefördert zu werden. Ji Obwohl Freiburg uns zwei Bundesbrüder schickte, waren wir nur 5 Aktive, von denen sich dann auch noch Hans Ringer Mitte des Semesters inaktivieren ließ. Trotzdem veranstalteten wir, um wenigstens einmal etwas an die Öffentlichkeit zu treten, ein Stiftungsfest, bei dem mehr die stattliche Zahl unserer Alten Herren als die der Aktiven auffiel. Die wissenschaftlichen Abende waren bei der kleinen Zahl das Wesentlichste an Verbindungsbetrieb, doch fehlte, es auch hier an einem einheitlichen Ziel, für das wohl eher der K. C. als Ganzes als die Verbindung sorgen müßte. Von außen her bietet sich uns das Problem des Anschlusses an Jugend- Vereine. Aber wir haben erstens mit uns selbst genug zu tun und müssen versuchen, die Verbindung in einem immerhin ansehnlichen Schwung zu halten, und dann ist es meist von vornherein nicht ganz klar, nach welcher Richtung hin diese IugendvereinH ausschlagen werden. So haben toi# üsts darauf beschränkt, lediglich beobachtende Haltung einzunehmen, ohne offiziell beizutreten. Zu Weihnachten schon halten wir unsere drei Brander Abraham, Feuerstein und Leiser rezipiert. Fuchsenstunden waren also nicht mehr nötig. A. H. Luft ist daraufhin leicht erkrankt, weil es seit Jahren das erste Mal ist, daß er das F. M.-Amt nicht ausüben kann. Der andere F. M., Friedel Mannes, hat ihn wieder gesund gepflegt. Beiden gebührt unser herzlichster Dank. Einladungen bei unseren A.H.A.H. Stein und Zlotnitzky lieferten gute Unterhaltung und einen angenehm gefüllten Magen.