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KC-Blätter · 1930-04-01 · Heft 3 (April 1930) · p. Seite 53

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Journal
KC-Blätter
Volume
1930
Issue
Heft 3 (April 1930)
Date
1930-04-01
Page
Seite 53 (sequence 17)
Language
German
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K. C.-Blätter 53 Nachr.-Left 4 bis 6 Wochen, jeden Morgen, Sprachkurse, als vorbereitender Unterricht, und zwar täglich: eine Stunde Phonetik; eine Stunde Grammatik, Lesen, Rechtschreiben, mündliche Hebungen; eine Stunde Revision der modernen französischen Literatur. 2 Wochen, nachmittags, akademische Vorlesungen: 36 Vorträge über literarische, politische, wirtschaftliche Fragen der Gegenwart, von den hervorragendsten Professoren der Pariser Universität. 4 bzw. 2 Wochen, nachmittags, methodische Besichtigung der Museen,Sammlungen,Sehenswürdig-» leiten der Hauptstadt und der Umgebung (Versailles Malmaison Sevres u. d. m.), per Motorwagen, unter Leitung der Dozierenden. Eine Woche (nur in der ersten Periode) am Ende der Studien, Rundfahrt, unter Leitung der Dozierenden, durch Westfrankreich (Loiretal, Bretagne, Rormandie). Anmeldung und Auskunft (insbesondere über Programme, Gebühren, Verpflegung, Unterkunft) bei Henri Goh, Direkteur du Bureau des Renseignements, Sorbonne, Paris, Vo. Hauptversammlung der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums. Am Mittwoch, dem 19. März d. 3. hielt die Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums e. B. ihre Hauptversammlung ab, die sich eines zahlreichen Besuches von hiesigen und auswärtigen Mitgliedern, sowie von Vertretern der angesehensten Organisationen zu erfreuen hatte. —Der Vorsitzende, Professor Dr. M. Sobernheim erstattete den Geschäftsbericht. — Der Kassenverwaltung wurde Entlastung erteilt. — Der Ausschuß wurde wiedergewählt. 3m Anschluß an die Hauptversammlung hielt Herr Dozent Dr. 3. Heinemann aus Breslau einen Vortrag über: „Me geschichtlichen Wurzelndes neuzeitlichen Humanitätsgedankens". Der Vortragende ging davon aus, daß die 3dee der Humanität, deren Geltung sich für das 18. 3ahrhundert von selbst verstand, inzwischen starcke Anfechtungen erfahren hat. 3nsbesondere befürchte man von ihr eine Gefährdung der Willensstärke und der Hingabe an den näheren Pflichten- Neue Anschrift der K.C.-Redaktion Ref. Rudolf H. Heimansohn Berlin O 112, Frankfurter Allee 87 (Andreas 3979) Vorlesirngsairstairsch zwischen theologischer Fakultät Gietzen und Hochschule für die Wissenschaft des Judentums. Im Verfolg des zwischen der theologischen Fakultät Gießen und der Hochschule für Wissenschaft des 3udentums eingeleiteten Vorlesungsaustausches hat Herr Rabbiner Dr. L. Vaeck in der vergangenen Woche einige Vorlesungen in Gießen gehalten, die sich außerordentlichen Zuspruchs erfreuten. 3n derselben Woche hat Dr. Baeck auf Einladung der theologischen Fakultät Marburg auch dort mit großem Erfolg Vorlesungen gehalten. (3.T.A.) kreis. Der Redner zeigte, daß der Humanitätsgedanke im Altertum keineswegs, wie seine Gegner glauben, aus Kräften des Verfalls und der Zersetzung erwachsen ist, allerdings aber zu verwandten Konflikten geführt hat, die ja auch heute zutage treten. Plato und Aristoteles vertreten den Gedanken der Menschheit, aber nicht den der Menschlichkeit; die Zyniker vertreten den Kosmopolitismus, geben aber die eigentümlichen Werte der menschlichen Kultur preis. Die Stoa verbindet' Menschheits- und Menschlichkeitsgedanken, legt aber quietistische Ergebung in den Äaturlauf nahe. — 3n 3srael erwuchs aus dem Glauben

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