KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1923
- Issue
- Heft 4-6 (April 1923)
- Date
- 1923-04-01
- Page
- Seite 23 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2268830-2268943-2268945--2958-2272138- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
11. Tech rtififce Hock »schulen. Lechn.Hochschule Stud. W.-S. 1922/13 Stud. S.-S. 1922 Stud. S.-S. 1914 weibl. AuSö/o der Ausländer München 4873 4140 2311 62 584 12 Berlin-Charl. 4251 3961 2108 23 1031 24 Darmstadt 3008 2922 1267 24 . 443 14,7 Hannover 2798 2703 988 22 183 6,5 Dresden 2312. 2680 1216 68 516 22 ' Stuttgart 2311 2047 609 57 187 8 Danzig 1651 1140 675 30 777 47 Karlsruhe 1492 1732 913 24' 314 21 Aachen 1365 1311 725 13 158 12 Braunschweig 1268 1190 ' 401 31 173 13,6 Breslau 1051 1006- 238 9 71 6.8 * Insgesamt: 26380 24852 11451 340 4437 170/o Die Wirtschaftshilfe in den studentischen Verbanden. Die allgemeine Wirtschastsnot der deutschen Studenten zieht immer weitere Kreise. Ihre unmittelbare Folge ist, daß ein studentischer Verband yach dem anderen sich bemüht, seinen Verbindungen ihren unmittelbaren Bedarf möglichst preiswert zw verschaffen, die Arbeitsvermittlung intensiver zu betreiben Den Anfang hiermit machte die vom Kösener und Weinheimer SC. gegründete' Studentenbedarf e. G. m. b. H. Diese ist im letzten Jahre aber weit ausgebaut worden. Ist es nicht aber gerade vom Standpunkte der Korporationsstudenten, die die Wirtschaftsfreiheit fordern, zu weit gegangen, wenn sie jetzt auch an eigene Zigaretten denkt? Ihrem Beispiel folgen jetzt VC. und LC., die gemeinsam mit einzelnen Lieferanten Verträge über den Bezuh von chirurgischen Instrumenten, Verbands-und Desiufektionsmüteln usw. geschlossen haben. Weitere Vereinbarungen überBezugvonBändern,Klingen,Zigaretten stehen noch aus. Weltverband der jüdischen Studentenschaft. Vom 28. April bis 1. Mai tagte in Wien auf Grund einer Einladung des Gesamtverbandes jüdischer Hochschüler Oesterreichs „Judäa" die Vorkonferenz zur Gründung eines Weltverbandes der jüdischen Studentenschaft-Organisationen. An derKonferenz nahmen Vertreter der national'jüdischen Studentenschaft aus Deutschland, Jugoslavien, Oesterreich, Polen, Rumänien, Tschechoslowakei und Ungarn teil, als Gäste ferner Vertreter der amerikanischen und palästinesischm Studentenschaft.. Die Gründung geht auf einen Beschluß des Delegiertentages des einladenden Verbandes aus dem November 1922 zurück. Als. Ergebnis der Tagung ist festzustellen der Beschluß, einen Weltverband ins Leben zu rufen und einen allgemeinen Kongreß der jüdischen Studentenschaft einzuberufen, an dem sich Vertreter der Organisationen aller Länder beteiligen sollen. Der ursprünglische Gedanke, das Bekenntnis zu jüdischen Volkstum zur Voraussetzung zu machen, ist fallen gelassen worden, obwohl bei der Vorkonferenz nur national-jüdische Organisationen vertreten waren. Zweck der zu schaffenden Organisation soll die Bekämpfung der wirtschaftlichen und geistigen Not der jüdischen Studentenschaft und Schaffung! gemeinsamer wirtschaftlicher Einrichtungen zur Fördeung, der Interessen/ sämtlicher angeschloffenen Verbände (Genossenschaftliche Bank, Arbeitsvermittlung, Aus-, wanderungsamt, usw.) des Kampfes Men den numerus claususj und für die Gleichberechtigung sein. Um diese Zweckezu verwirklichen,wurdenfolgendeThesenheschlossen: „Die beruflichen, wirtschaftlichen und rechtlichen Interessen der jüdischen Studentenschaft erfordern dringend, insbesondere mit Rücksicht auf die Verhältnisse der Nachkriegszeit — die Gründung eines Weltverbandes, welcher gestützt auf sämtliche Teritorialverbände und auf sämtliche Richtungen innerhalb derjüdischen Studentenschaftgeeignet wäre, die genannten Interessen in jeder wirksamen Form wahrzunehmen." (These 1.) „Da der zu gründende Weltverband auf freiwilliger Grundlage beruht und da dementsprechend keine Gruppen und kein Land verhalten werden kann, sich an Aufgaben zu beteiligen, die im ausschließlichen Interesse einer Gruppe oder eines Landes liegen, ist es notwendig für den zu gründenden Weltverband den Grundsatz des Mnimalprogramms anzunehmen und diesen Grundsatz sowohl programatisch, wie praktisch streng durchzuführen." (These 2.) „Der Weltverband umfaßt alle jüdisch akademischen Gruppen und beschränkt dementsprechend seine Tätigkeit auf diejenigen Gebiete, welche Gegenstand des Interesses aller Richtungen innerhalb der jüdischen Studentenschaft bilden." (Pkt. 2 der prov. Statuten.) Zur Vorbereitung des Weltkongresses ist eine „ProvisorischeExekutive" angesetzt worden, die ihren Sitz in Wien hat. Ein Verweis gegen Professor Lenard. Das Unterrichtsministerium hat in dem gegen Professor Lenard-Heidelberg eröffneten Disziplinarverfahren auf einen Verweis erkannt. In der Begründung heißt es: „Mangelnde politische Urteilsfähigkeit mag bei einem Manne, der zu dm ersten Naturforschern und erfolgreichsten Lehrem des Volkes gehört, verwunderlich erscheinen, aber sie wird teilweise doch gerade in der Gelehrtennatur Lmards ihre Erklärung finden können. Seine geisttge Einstellung in bezug auf staatsbürgerliche Fragen einerseits und seine hervorragenden Verdienste um Wissenschaft und Lehre andererseits geben Aulaß zu einer milderen Beurteilung. Obgleich er durch sein Verhalten staatliche Anordnungen mißachtet, den Interessen der Universität schwer zuwidergehandelt und sein wertvolles Institut ernstlich gefährdet hat, erscheint es hiernach gerechtfertigt, gegen Lenard wegen Verletzung seiner Dienstpflicht lediglich auf die Ordnungsstrafe des Verweises zu erkennen." s s> s> verbandsnachrichten s s s Acarta, München. I. a. B. Joseph Teiber, der' 4 Semester Fechtwart war, wurde das F.W. verliehen. Das S.S. eröffneten wir am 39. April. Die Thargenwahlen ergaben X Erich Hahn (Bav.) F.W.n.a., der sich in dankenswerter Weise aktiv meldete. XX Fritz Wertheimer 1. S.W., XXX Wilhelm Wolf K.W., F.M.f.C. und F.W.n.i. i. a. B. Joseph, F.M. f. T. Dr. Kleeberg (Bav.), Sportwart A.H. Ballin, ER. ER. X, i. a. B. Joseph, i. a. B. Morgenroth, XX, XXX» a. H. Back. Astavertrerer: Alfred Strauß. Wir halten wie bisher ,3 Abendofficien in der Woche ab^ außerdem fechten wir wöchentlich 5 Stunden, treiben Sport und schwimmen. Am Sontag ziehen wir in die bayrischen