KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1922
- Issue
- Heft 3-4 (März 1922)
- Date
- 1922-03-01
- Page
- Seite 29 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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29 Rlbingia, Halle. In der letzten Semesterhälfte wurde > rmser i. a. B- Otto Berg nach bestandenem Referendar-! examen philistriert. Auf dem Schlußkonvent wurden j inaktiviert: a. B. Alexander Soskin (Rhen.-Bav.), a. B.! Willy Silversmit, a. B. Heinz Manasse und a. B. Heinz Jacobowicz. j Bisurgia, Göttingen. Das Wintersemester 1921/22 bot das Bild eines harmonischen, strammen Verbindungsbetriebes. Obwohl das Semester vom ersten bis zum letzten Tage unter dem Zeichen des mit Fahnenweihe verbundenen dritten Stiftungsfestes stand, wurden die inneren und äußeren Aufgaben des K. C. keineswegs vergessen. Strammer Fecht- und Sportbetrieb sorgte für körperliche Ertüchtigung unserer Bundesbrüder. Wir fochten wöchentlich 5 Stunden, turnten 4 Stunden und schwammen 1—2 Stunden. So blieb denn auch den Bemühungen unserer Warte der Erfolg nicht versagt. Es war uns Gelegenheit geboten in Würzburg die Fechtschneidigkeit der Visurgen zu beweisen und uns hier im akademischen Hallenturnfest bei 3 Teilnehmern den ersten, sechsten und zwanzigsten Preis zu holen. Für geistige Anregung sorgten Diskussions- und Tendenzburschenstunden. Auch wurde ein fakultativer Leseabend gern besucht. Trotz mannigfacher Arbeit hielten wir auch König Gambrinus den Treueid und alle, die auf einer Visurgenkneipe waren, werden sie stets als schöne Stunden in Erinnerung behalten. An dieser Stelle sei nochmals allen Kartell- und Bundesbrüdern gedankt, die zum schönen Verlaus des Semesters uns ihre Kräfte geliehen haben. Zu Beginn des Semesters nahmen wir Herrn stuck, math. Hermann Löwenthal aus Eßlingen auf. Eine l. K. V. Nassovia überwies uus ihren a. F. Moser. Kbr. Eugen Alexander (Stauf.) meldete sich in dankenswerter Weise aktiv und übernahm das Fuchsmajorat für Tendenz. Rezipiert wurden die Brander: Moser, Bouscher und Weinberg. Inaktiviert wurden: Alexander ((Stauf.), Brauer, Fabisch und Kaufniann. Wir philistrierten die i. a. Bi. a. B.: Baer (Nass.), Jacobsohn und Goldberger (Sax.-Bav-). Unser Stiftungsfest eröffneten wir mit einem Begrüßungsdämmerungsschoppen im Ratskeller und konnten zu unserer Freude feststellen, daß, abgesehen von ganz .wenigen Ausnahmen, alle Bundesbrüder, Burschen, Inaktive und Alte Herren, unserer Einladung Folge geleistet hatten. Zahlreich waren die Kartellbrüder erschienen, die uns helfen wollten, unser Fest zu feiern. Am Vormittag des 25. 2. fand im großen Saale des Stadtpark die Weihe unserer Fahne statt, binduna von unseren Damen gestiftet und überreicht die uns zum Zeichen treuer Zugehörigkeit zur Verwurde. Um die Weiherede zu halten, war als ältester K. C. er unser t Kbr. Dr. Jacob herbeigeeilt. Auch hier sei ihm nochmals herzlichst gedankt. Anschließend an die Weiherede überreichten uns unsere l. Kbr. Kbr. Heinemann (Rh.-S.), Hoffmann (Lic- Rh.-S. Mak.), Sturmthal (Bav. Rh.-P.) und Lieberg (Bav. Sax.-Bav.) zwei silberne Fahnennägel. Zur Feier hatten Chargierte in Wichs entsandt die l. K. Bl. K- B. Suevia, Licaria, Rheno-Palatia, Saxo-Bavaria, Rheno-Bavaria. Saxonia.. Auch ihnen gebührt unser besonderer Dank. Zur Fahnenweihe und zum Kommers konnten wir beinahe die ganze Philisterschaft bei uns begrüßen. Den Damen aus der Galerie bot der Kommers ein Bild fröhlichen Beisammenseins im Rahmen studentischen Komments und romantischer Farbenpracht. Die vielen Reden des Abends zu verzeichnen, würde zu weit führen. So sei nur allen Rednern des Abends bestens gedankt. Den Abend des nächsten Tages füllte der Festball aus. Tanz, Unterhaltung und Aufführungen wechselten in bunter Reihenfolge bis zur frühen Morgenstunde. Mit Nachfeier und Schlußkonvent schloß Stiftungsfest und. Semester. Wir danken nochmals allen unseren Freunden für ihre Unterstützung, die sie uns durch Rat und Tat bewiesen haben. Die Aussichten für das nächste Semester find gut, da sich schon einige Keilfüchse gemeldet haben und Aus-- sicht auf eine noch größere Zahl vorhanden ist- Jedoch fehlen uns aktive Burschen im dritten und vierten Semester. Wir bitten daher alle Kbr. Kbr-, die die Absicht haben, die Universität zu wechseln, in diesem wie in kommenden Semestern unser Göttingen dabei berücksichtigen zu wollen. Die Studienverhältnisse für Mediziner und Juristen liegen überaus günstig, die Lebens- und Wohnungsbedingungen sind relativ billig und angenehm. Von Güttingens Schönheit sprechen zu wollen, wäre überflüssig. Ihr müßt schon selbst kommen und sehen. Es wird euch bei uns gefallen! Stausia, Gießen. Unser Stiftungsfest, das gegen Schluß des Semesters stattfand, wurde leider durch den Eisenbahnerstreik etwas getrübt, da hierdurch viele auswärtige Bbr. und Kbr. an der Teilnahme verhindert wurden. Sonst verlief das Semester in jeder Weise harmonisch. Bei den Sportwettkämpfen konnte unsere kleine Aktivitas neben 3 bestandenen Leistungsprüfungen noch einen 1. Preis in der Unterstufe und einen 3. in der Oberstufe, trotz sehr guter Beteiligung der anderen Korporationen, heimbringen. Das Schwimmen, das uns sicher auch noch mehrere Preise gebracht hätte, fand infolge des Streiks nicht statt. Rezipiert wurden die Brander Strauß, Rothschild, Rahn. Inaktiviert: Meyerhoff, Grünewald. Mit einer Bowlenkneipe schlossen wir am 28. Februar das alles in allem wieder sehr befriedigende Semester. Rheno«Guestphalla, Köln. Das Wintersemester fand einen schönen Abschluß durch eine Stiftungsfest- und Schlußkneipe am 23. Februar im, Bayenhaus. Zu unserer Freude begrüßten wir dabei wiederdie Vertreter einer l. K- V- Rheno-Silesia, sowie unsere A. H. A. H-, viele Cölner K- C. er und Gäste. Auf dem Schlußkonvent wurde a. B. Ernst Arndt (Sprev.) inaktiviert. Otto Cohn (Bav.) trat aus der Verbindung aus. Am Deutschen Abend der Kölner Studentenschaft nahm die Verbindung mit ihren Damen teil. Auf dem Fest wurde von Rektor, Senat und dem Vorsitzenden der Studentenschaft an die Einigkeit und Zusammenarbeit aller Deutschen und insbesondere der Studenten appelliert; der Abend gestaltete sich zu einer Machtvollen Kundgebung für unser deutsches Vaterland. A.H.B. Friburgio-> Ghibellinia. Zur A B. des A. H. V-, die am Stiftungsfest in Freiburg tagt, sind Anträge bis 15. Juni dem Vorsitzenden einzureichen. In den A. H. V. ist Dr. Adolf Rosenberg. Münster. Boßgasse 12 wieder eingetreten. A.H.B. Silesia, Berlin. Am 14. Februar 1922 fand die Generalversammlung im K. C.-Heim statt. Die Alten Herren waren fast vollzählig erschienen. Einstimmig wurden alle K. C.-Tagsanträge abgelehnt, die das Fechten im Verbände einzuführen bestreben. Mit Genugtuung wurden die sportlichen Erfolge der Verbindung Silesia und das energische Verhalten ihrer Chargierten bei antisemitischen Provokationen festgestellt. Der bisherige Vorstand und Ausschuß wurden wiedergewählt. (Vorsitzender: Dr. Bukofzer, Schriftführer : Dr. Fritz Goldschmidt, Kassenwart: Dr. Goetz.- Der A. H. Bzählt jetzt 27 Mitglieder. Nach der Generalversammlung nahmen die Alten Herren an der Stiftungsfestkneipe der Verbindung teil und konnten beobachten, daß die Schwere des Kampfes ebensowenig wie in früheren Zeiten den Jugendfrohsinn hat beeinträchtigen können. Die jetzige Hochflut des Judenhasses wird uns nur noch fester zusammenschmieden!