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KC-Blätter · 1921-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1921) · p. Seite 128

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1921
Issue
Heft 7-9 (Juli 1921)
Date
1921-07-01
Page
Seite 128 (sequence 38)
Language
German
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Ltv:-z; 7 W K^^ry.' --•v-* vv.c^-* ''--^SsPg WMdebutg abgchalten hatten, infolge Ungünstiger Umstände nicht den Besuch gehabt hatte, auf den wir in einer so großen Stadt eigentlich hätten rechnen dürfen, bedeutete es ein gewisses Wagnis» für die ^zweite Veranstaltung einen so kleinen Ort wie Nord- Hausen a. H. zu wMen. Und doch ist dieses Wagnis Ln vollstem Umfange gelungen. Wir mußten sogar die Versammlung in ein«: bedeutend größeren Saal als den ursprünglich vorgesehenen verlegen, da etwa 150 Gäste aus der. Philister^chaft von Nordhausen und Bleicherode zu dem Vortragsabend erschienen waren, den wir am 10. September über das Thema „Der jüdische Student der Gegenwart abhielten. Kar- Mllbruder Referendar Erich Stern (Rh.-Sil., Ghib., Alb.) hatte wieder das Referat übernommen. Das Wirken des akademischen Antisemitismus, die parita- Mschen Verbindungen, die Kämpfe der alten Viadrina, das Werden und Wachsen des K. C. und seine Stellung zu jüdischen Problemen, insbesondere zum Zionismus — all das und noch vieles andere wurden behandelt. SBor allem aber zeigte der Vortragende, warum der K.C. auch heute noch an den studentischen Formen, insbesondere an Couleur und Satisfaktion, festhält, und versuchte, auch bei den nichtakademischen Zuhörern Verständnis für die Bedeutung dieser Dinge als Kampf- und Erziehungsmittel zu erwecken. Mit einem Hinweis auf die Romantik und Poesie des Korpörationsstudententums und auf den 25. Gründungstlm des K.C., den wir in diesen Tagen begehen, schloß der mit reichem Beifall aufgenommene Vortrag. Die darauffolgende ausgedehnte urür lebhaft, aber sachlich geführte Diskussion zeigte, daß die Ausführungen des Redners auf fruchtbaren Boden gefallen waren; auch die zionistischen und paritätischen Debatteredner erkannten offen die Erfolge imb den Wert der Arbeit des K. C. an und begrüßten es, daß der K. C. in Nordhausen eine.Versammlung abhalte. Ein gemütliches Beisanunensein, das uns in angenehmer Stimmung noch bis in die frühen Morgenstunden zusammenhielt, beschloß die in jeder Richtung glänzend verlaufene Veranstaltung, die als voller Erfolg für den K. C. betrachtet wewen kann. Über die am Nachmittag bereits stattgefundene Mitgliederversammlung, in der ebenfalls fleißige Arbeit geleistet worden ist, vergleiche den Bericht in der vertraulichen Beilage. Die nächste größere Veranstaltung des Landesverbandes wird in Form eines geselligen Abercks im März 1922 wieder in Magdeburg stattfinden, die nächste Mitgliederversammlung findet in Halle im.Dezember 1921 im Anschluß an das Stiftungsfest der „Albingia" statt. Der Landesverband im K. C. Sachsen-Anhalt. I. A.: Dr. Mendershausen (Lic., Sax-Bav.). Der Landesverband Westfalischer K. L.er veranstaltete am 10. Juli 1921 einen Konvent in Hagen i. W. Die Mitglieder des Landesverbands versammelten sich mit ihren Damen bereits am Vormittag im Folkwang- Museüm, dessen Sammlungen wir — dank der Bemühungen des Kartellbruders Dr. David — nach einem künsthistorischen Bortrag unter sachverständiger Führung besichtigen konnten. Nach gemeinsamem Mittagessen fanden die Beratungen statt. Es wurde insbesondere über organisatorische und Fechtfragen verhandelt. Die Borstarchswahl hatte folgendes Ergebnis: Rechtsanwalt Lutz-Dortmund (1. M>rs.), Dr. med. Zweig-Dortmund, Rechtsanwalt Dr. Krombach-Essen, Landgerichtsrat Dr. Herzberger-Dortmund, Rechtsanwalt Dr. Winter-Essen. Sämtliche Zuschriften sind weiter, an Rechtsanwalt Luß in Dortmund, Betenstuche.9, zu richten. Norderney. In Norderney waren in diesem Sommer' 4 sehr viüe Kartellbrüder aus allen Gegenden des Reiches ' versammelt. Jede Woche fanden zwanglose Zusammen- 4 fünfte statt, meist in der „Blühenden Schiffahrt", eins mal wurde auch am Nachmittage unter Leitung von -ü Kbr. Dr. Ernst Müller-Hannover (Lie., Su.) über die Naumannsche Gründung diskutiert. Aus ©penöen : der Kärtellbrr'rder kam eine ganz .ansehnliche Summe von etwa eintausend Mark zusammen, die dem gleichfalls amvesenden K.C.-Kassenwart übergeben werden konnte. In die Listen trugen sich folgende Kbr. Mr. ein: Arrwld Lazarus (Biad.-D., Nass.), Otto Griesbach (Rh.-Sil., Ghib.), WÜhelm Weinberg (Ghib.), Otto Herschan (Thur.), Albert Löb (Lic , Rh -Gu.), Arthur Eichengrün (Lic., Rheno-Sil.), Karl Löwenstern (Lic., Rheno-Sil., Rhen.), Emll Hene (Bad.), Felix Bachmann (Lic.), Siegfried Rosenthal (Bav.-Bad.), FÄix Goldmann (Thur., Saxo-Bav.), Prinz (Biad.-B), Hoch- - schild (Ghib.), Herbert Katz (Alb.), Walter Schistan (Sprev.), Alfred Weinberg (Lic., Saxo-Bav.), Lachmann (Lic., Siles.), Walter Blank (Rheno-Ssll., Lic,), Alfred Alsberg (Lic., Rheno-Sil.), Max Ferse (Bav., Sprev.), Otto Cohn (Bav.), Mendershausen (Lic., Saxo- Bav.), Kaminski (Sprev.), Karl Lewin (Bad.), Felix Baum (Bav.), Carl Hehmann (Lic., Spr., Rheno-Bad.), Ernst Müller (Lic^, Felix Kaufmann (Rheno-Sil.), Dr. Bachrach (Hass.), Marxheimer (Bad.), Alfons Budwig (Thur.), Kurt Schartenberg (Bav.), Hans Strelitz (Sprev.), Paul Goldschmidt (Bis.), Arthur Beiser (Sprev.), Fritz Jonas (Bav.), Gustav jSzmhtkowski (Hass., Rh.-Gu.), Blum (Sprev.), Walter Förster (Thur.), Alfred Cohen (Lic.), Paul Rosenbaum (Ghib.), Walter Stern (Lic.). Außer diesen einundvierzig, die sich gemeldet haben, waren aber zweifellos noch eine weitere Anzahl von Kartellbrüdern am Orte. Aus Westerland, wo gleichfalls regelmäßige Zusammenkünfte stattfanden, ging eine Begrüßungskarte ein, die von Walter Förster (Thur.), Bachner (Viad.-B., Sax., Hans.), Erich Stern (Ghib., Rheno-Sil., AL.), Bär (Ghib.), Blochert (Sprev.), Walter Schindler (Lic.), Henschke (Sprev.) .und einigen des Schreibunterrichts bedürftigen in selbstgewählter Finsternis verbleibenden Kartellbrüdern unterschrieben war. Es sei von den Norderneyer Zusammenkünften und ihren Teilnehmern darum so ausführlich berichtet, um alle Kartellbrüder auf die Wichtigkeit solcher Veranstaltungen aufmerksam zu machen. Je größer unser Verband wird, desto weniger können die persönlichen Beziehungen zwischen Nord und Süd, zwischen Ost und West gepflegt werden. Um so wichtiger ist es darum,, daß in der Sommerzeit an allen dazu geeigneten Badeorten Zusammenkünfte stattfinden. Eingehende frühere Erörterungen haben ergäben, daß eine zu diesem Zwecke zu schaffende Organisation aus den verschiedensten Gründen unmöglich ist. Nach wie vor wird der K. E- Pfiff die Grurürlage des Erkennens und damit des Anschlusses sein. Denke also jeder Kartellbruder daran, daß er dem Verbände einen großen Dienst leistet, wenn er in den.Ferien die Verbindung mit seinen ihm unbekannten Verbandsbrüder aus anderen Gegenden sucht und so Kameradschaft und Freundschaft pflegt. Für nachträgliche Berichte von anderen Badeorten wäre die Redaktion herzlich dankbar. F. G. Grüudmrgstag des K. E. In Halle, wo man nicht nur die Statuten des K. C. genau kennt, sondern auch K. C.-Geschichte eifrig studiert, hat man am 8. August, am Gründungstage des K. C., sich zu einem DäMmerschoppen versammelt und des K. C. durch Absenden ein« Postkarte gedacht. Herzlichen Dank sagt dafür die Redaktion.

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