KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1920
- Issue
- Heft 11-12 (November 1920)
- Date
- 1920-11-01
- Page
- Seite 137 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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187 stehen bisher elf. nnd cS ist mit der Gründung eines neuen in Luchsen-Anhalt zu rechnen. Das Nest der Landesverbände must weiter auSgebant lverdeu. ES jeblen der Freistaat Lachsen. Bayern, Thüringen und verschiedene preustische Provinzen. Neuordnung deS medizinischen Studiums. In Halle innen sieben Bevollmächtigte der deutschen medizinischen Falutiäten und ebensvvicle Delegierte des Deutschen ÄrztevereinsbundeS zusammen, um auslrag?gemüs; zur Neuordnung! deS medizinischen Studiums und der Prüfungen Stellung zu > nehmen. Entsandt tvaren n. a. Frank aus München, His aus! Berlin, v. Strümpell ans Lcivzig, vom Ärztcvcreinsbnnd u. a. Tippe, Schivatbe und Stoeter. Folgende Beschlüsse sollen als Ergebnis der Verhandlungen in einer Denkschrift der Negierung vorgeschlagen werden: fünf Semester vorklinischcs, sieben Semester klinisches Studium, dann ein Jahr Praktikantenzelt, also eine Gesann an-.ü'itdung von sieben Fahren (gegen 6 jetzt'. In den Ferien der vorklinischen Zeit lvird eine vienvöchige Ausbildung im Lrankenpslegedienst verlangt. Anatomie soll weniger, Physiologie soll mehr berücksichtigt werden, daS klinische Studium sich um die drei .Hauptfächer: Innere Medizin, Ehirurgie und Gynäkologie - Geburtshilfe — gruppieren. Tie Ausstellung eines für alle Universitäten gültigen Lehrpläne? wurde befürwortet. Ten jungen Ärzten, die sich der wissenschaftlichen Laufbahn in einein theoretischen Fach ividmen wollen und aus Praxis von vornherein verzichten, soll das praktische Jahr erlassen werden. Vorprüfung und Staatsprüfung sollen nur einmal wiederholt iverden dürfen, abermaliges Versagen schlicht von der Fortsetzung des medjzinischetl Studiums aus. Leibeöübung alsHochschullvissenschaft. Nachdem einige llttiversttälen bereit? über da-? Gebiet der Leibesübungen lesen lassen, ist ein Antrag des Deutschen Reichoaiisschusses an die .UultUoministerie» in Porbeceitung. auf Erteilung von Lehr auslrägen an allen Universitäten für dieses Fach hinznivirken und Mittel hierfür aus.ziiiversen. Wenn nicht die zillüiistigen Lehrer. Arzte nnd Berivaltn>ig?beamten in ihrer .Hanptans bildungSzeik eine eingehende Kenntnis dieses Gebietes vermittelt crhaltcii, ist mit der Verbreitung der LeibcSübung in den kommenden Geschlechtern nicht zu rechnen. Eine durchgreifende Änderung der Turnausbildnng in den Seminaren gehört natürlich' ebenfalls in die Reihe der notwendigen Mastnahmen. . t Numerus clausus für den Oberlehrerberuf. Das preustische Ministerium für Wiisensrchast, Ztnnsk und Volksbildung macht in einem kürzlich ergangenen Erlast an die Proviiizia'schulkollegicn den Vorschlag, in Zukunft in die Anwärterliste für den höheren Schuldienst nur so diel Kandidaten auszunehmen, als. voraussichtlich in den nächsten 5 Jahren Stndiciiräte gebraucht werden. Da diese Zahl 1500 nicht über steigt und ansterdcin schon seht ein bedeutendes Überangebot von Anwärtern vorhanden ist, so würden von den jetzt an den preusti'chcn Universitäten im Studium stehenden etwa 15 000 Studierenden der Scl>ulwissenschaften nur etwa 350—400, d. h. i'iigesähr der 10. Teil, in den nächsten 5 Jahren Aussicht ans Übernahme in die Amvärterliste haben. Der Verband Deutscher Bursche« j (SS. D. B.) bittet NN? die den Tatsachen tvideriprechende Mitteilung in Nr. 0—K der .st. E.-Blätter za berichtigen, daß der Verband den Grundsatz der T n e l l b e s ch r ä n k u n g v e r t r e t e. Dem uns übermittelten Bericht über die Grundsätze des Perbände? entnehmen wir den darauf bezüglichen Satz: „S( u $ sozialem Verantwortlichkeitsg e s ü h l heraus verlangt daher der nenge - gründete Verband unter Ablehnung aller eiuscitigeit Stau des ehrbegrifse die unbedingte Gleichwcrtnng .der Ehre jedes einzelnen. .Der Verband verwirft deshalb auch entsprechend d e n F o r d e r u n g e n , d i e s e i n e G r ü ii d e r k o r p o r a t i o n e n bereits feit einem halben Jahrhundert vertreten, das Duell a l s Ä i-c d e r h e r st e l l n n g S m i l t e l der E h r e u n d ersetzt e S durch Ehrengericht c." Ls 16 bucker- und vlätterjckau. Ls Ls vei der Redaktion eingegangen. I n g e n d s ch r i f t e n. . Das jüdische Jugendbuch. .Hcrausgegeben von M. Steinhardt, .Heinrich Löwe und E. Z. Klötzel 1920 - s,t>0l. WeUverlag, Berlin (Eine vorzügliche Anthologie, die nnbedentlich allen Kreisen jüdischer Kinder in die Hand gegeben werden Tann.) Jüdische Jugendbücher. Schriften von dem Ausschuß für iüdiscbe Kulturarbeit. Indischer Verlag, Berlin 1920. Band 1. Suber, E o l, n . K l'ä tz e l. Drei Legenden. Band 2. Sleinb e r g , Der Soldat des Zaren. Band 3. B a t h Hill e l, In Bne Borak. Band 4 Karl Glaser, Gibborim. Band 5 Eal - v ary . Durch Palästina. Band 0 K l ö tz e l, In Saloniki. Band 7 Elias Auerbach, Jonb, ein Heldenleben. Band 8 G l n n z - S o h n r, Elisa und Jonadab. «.Wenn auch Jngendschristen an sich nicht in die Interessen der K. E -Blätter hincinreichen, so sei doch ans diese Laiinnlnng schon ans dem Grunde .verwiesen, tveil sie beweist, wie glänzend inan auf nationaljüdischer Leite schon die Jugend zu beeinflussen weist. Jugendbücher, die den Jdeenkreis der nichtzionistischen Jndenheit den Kindern vermitteln, gibt es leider noch nicht.) Heinrich Neust, Meister der Thora, Eharakterbilder ans der jüdischen Geschichte. 1921, Verlag von LoniS Lamm, Berlin. - «Bringt eine Reihe von biographischen Skizzen aus der jüdischen Geschichte, von Salome Alexandra bis Rafchi, und bietet in seiner schlichten Sprache ein nützliches Lern- und Lesebuch für die Heranwachsende Jugend.) Heinrich Reust, Jüdische Märchen und Sagen. Zweite, vielfach vermehrte Auslage. Berlin 1921. Verlag von Louis Lamm. (Enthält eine Reihe geschmackvoll geschriebener Märchen, die dem jüdischen Jdeetlkreis entnommen sind.) Mose» eine Erzählung für die Jugend von Frieda W e i st m a n n. Mit vierzehn Bildern von Käte Ephraim-Marcus. 1920, I. Kaufmann-Verlag. Frankfurt a. M. (Nicht dem eigentlichen Kreise unserer Interessen angehörig, aber bemerkenswert, weil es sich um ein Buch handelt, das sowohl textlich wie in seinem Bilderschmuck eine ganz hervorragende Leistung darstellt.) 0) Belletristik. Elttjahu Rappeport, Das'Buck Jeschua des E l i i a h n den Lasar. E. P. Tal u. Co. Verlag. Leipzig, Wien, Zürich. /