KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1920
- Issue
- Heft 1-3 (Januar 1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- Seite 23 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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Antrag auf Ausschluß der Juden bei 3 Stimmenthaltungen einstimmig, abgelehnt. In einer Versammlung der akademischen Ortsgruppe des Zentralvereins, in der Herr Dr. Hannauer über „Die Juden und ihre Gegner" sprach, trat in der Aussprache Kbr. Crailsheimer einigen antisemitischen Rednern wirkungsvoll entgegen. . Wir eröffnen das Sommer-Semester am '15. IV.; Eröffnungsconvent ist am 22. IV. Die Vorlesungen beginnen am 21. IV. Wir bemerken, daß die hierher zurückkehrenden Bbr. Bbr. für eine starke Aktivitas garantieren. Kbr. Kbr., die hierher zu kommen, gedenken, machen auf die schlechten Freiburger Wohnungs- Verhältnis) e aufmerksam und glauben? daß aus Leiden Gründen die Kbr. Kbr. ihre Kraft im Sommer-Semester besser den jungen Verbindungen widmen sollten.^ Nachtrag: Unser lieber Kbr. Heinrich Rosenberg (Sprev.) meldete sich wieder aktiv. Wir konnten ihn bald darauf in Würdigung seiner großen Verdienste, die er sich als Kartellbruder uni die Verbindung erworben hat, inaktivieren und philistrieren. Rezipiert wurden: Adlers Glück, Koplowitz, Obersitzko, Öttingev, Wallach. Ausgetreten ist Grunsfeld (Lic.). Von geselligen Veranstaltungen seien ein Unterhaltungsabend mit Damen, und eine Weinkneipe auf dem Loretto erwähnt. Biadrina, Darmstadt. Das Winter-Semester, das hier bis zum 20. März dauert, entwickelt sich für unsere Verbindung weiterhin nach Wunsch. Erwähnt sei, daß wir zu unseren wöchentlich stattfindenden Vortragsabenden sämtliche jüdische Studierende der hiesigen Hochschule eingeladen und als Redner verschiedene Persönlichkeiten aus hiesigen Kreisen und einige K. Cler gewonnen haben. Über den Verlauf der Diskussionsabende werden wir am Ende des Semesters an dieser Stelle kurz berichten. Badenia, Karlsruhe. Während des Winter-Semesters war unser Verbindungsbetrieb ein recht strammer. Montags hatten wir Convent, Mittwochs. Extisch, Donnerstags Wissenschaftlichen Abend oder Musikalischen Abend. Außerdem fanden des öfteren-Kneipen statt, auch hatten wir einige Festlichkeiten mit unfern Damen. Von den Vorträgen (bei den wissenschaftlichen Abenden mögen folgende genannt sein: „Der Ritualmord" und „Der Zentralverein, sein Entstehen und seine Verdienste". Wir hatten wöchentlich 5 Paukstunden, 2 Tendenzburschenstunden und 2 Fuchfenstunden. Seit einiger Zeit nmbrandet der Antisemitismus die hiesige Hochschule immer mehr. Die Studentenschaft wagt es sogar in ihrenl fanatischen Antisemitismus gegen die Berufmrg eines jüdischen Dozenten Einspruch zu erheben! Wir sind aufs energischste bemüht, tatkräftig Stellung dagegen zu nehmen. *v Das Semester schlossen wir mit einem Kommers, der sehr schön verlief, und zu dem wir eine stattliche Arizahl auswärtiger Kbr. Kbr. begrüßen durften. Das Sommer-Seniester werden wir am 15. April wieder mit einem Convent eröffnen und" rechnen ganz bestimmt damit, daß einige Kbr. Kbr. nach Karlsruhe zum Studium kommen werden. Die Lebensbedingungen sind hier sehr günstig, und es ist im Interesse des K. C., wenn sich bei der „Badenia" noch eine stattliche Anzahl Kbr. aktiv melden. _ Friburgia, Königsberg. Wir eröffneten das Winter-' Semester 1920 am 5. Januar mit einem A. C. und B. C. Die interimistischen Chargenwahlen hätten folgend^s Ergebnis: x a. i. i. a. B. Kurt Hirschfeld, der sich zu diesem Zweck wieder aktiv.meldete; XX a. i. a. B. Hans Magnus Cohn; xxx a. i. a. B. Walter Schopf: F. M. f. E. i. a. B. Heinz Sachs: F. M. f. t. a. B. Hans VehreNdt. Die definitives Chargenwahlen hatten dasselbe Ergebnis, nur daß an Stelle von i. a. B. Sachs, der durch Examensarbeit überlastet ist, i. a. B. Georg Rosenstein zum F. M. f. C. gewählt wurde. 1 Von einer l. KV. „Hansea" wurde a. B. Georg Michel hierher beurlaubt. Rezipiert wurden die Brander Fraenkel undLepehne, inaktiviert wurden Bruno Mendelsohn, Erich Lewinski, Fritz Jsakowski, Albert Dingmann, Fritz Eisen, philistriert wurde i. a. B. Fritz Simon. In die Verbindung trat ein Herr stud. med. Hermann Ritterband aus Osterode, i.a. B. Dingmann (Rheno.-Palatiae) schied in Genehmigung seines Austrittsgesuchs aus der Verbindung aus. Am 8. I. feierte unser l. a. H. Rabbiner Dr. Vogelstein, der in liebenswürdiger Weise die Leitung der Tendenzburs chenstunden übernommen hat, seinen 50. Geburtstag. Unser Stiftungsfest feierten wir in diesem Jahre in größerem Stil, und zwar in Form eines Festkommerses am 31. I. in der Stadthalle und eines Balles am 1. II. in der Jmmanuelloge. Beide Veranstaltungen gelangen glänzend und bewiesen durch die Teilnahme zahlreicher Damen und Herren der Philisterschaft das Interesse derselben an der Verbindung. Die Offizien find folgendermaßen verteilt: Montag 'Convent, Mittwoch Tendenzburschenstunde, Sonnabend Kneipe, jeden zweiten Sonntag Frühschoppen in der Zentralhalle und Kouleurbummel, täglich Fechtboden.- Albingia, Halle. Das Z.-S. fand seinen Abschluß durch das am 13. und 14. DezeiNber begangene Stiftungsfest, durch das wir unsere Stellung zur Philisterschaft aufs neue befestigten. Rezipiert wurden die Brander Jacoby, Berg und Gottschalk. Inaktiviert wurden Jmbach u. Oppenheimer. Auch den beiden Fuchsmajoren Norbert Lewin (Sprev., Mak.) und Erich'Stern (Rh.-Sil., Ghib.), die sich zur Übernahme der Fuchsmajorate aktiv gemeldet hatten, wurde das Band verliehen. Die F. C.-Wahlen ergaben: i. a. B. Stern X, i. a.B. Oppenheimer XX, a.F. Jacobowicz xxx. ES verließen uns die Bbr. Bbr. Jmbach, Altmann, Gottschalk und nach bestandenem Physikum i. a. B. Dobrin, dem an dieser Stelle noch einmal für seine Verdienste als Mitbegründer und X der Verbindung gedankt sei. Das W.-S. eröffneten wir am 6. I. 20. mit einem Dämmerschoppen. Auf dem Antrittsconvent meldeten sich die Kbr. Kbr. Hans Hirschfeld (Mak.), Erich Lewin (Sprev.) und Manfred Blochert (Sprev.) aktiv. Die int. Chargenwahl hatte folgendes Ergebnis: а. B. Hans Hirschfeld, X, F. W. n. a., 1. C. W., a. B. Erich Lewin, X X, F. W. n. t, 2. C. W., S. W., a. B. Jacoby, x x x, K. W., i. a. B. Stern, F. M. f. T., a. B. Blochert, F. M. f. C. E. R. E. R.: X, Stern, Blochert, N. Lewin, E. Lewin, Glaser. Als im Dez. die hiesige Klinikerschaft den Beschluß faßte, die Juden auszuschließen, hatten die Schritte, die unser i. a. B. Glaser im Namen der jüdischen Kliniker bei den Universitätsbehörden und dem Vorstand der deutschen Medizinerschaft in Leipzig unternahm, den Erfolg, daß die Klinikerschaft ihren angenommenen Beschluß für ungültig erklärte. Bisurgia, Göttingen« Wir schlossen das vorige Sernester mit einem Frühschoppen am 13. Dez. 1919 und begannen unser Wintersemester mit einem CoNvent am б. Januar 1920 mit 15 Aktiven, 6 t a. B. i. a. B. und 2 ortsanwesenden A. HA. H. und den 0 Kbr. Kbr. des vorigen Semesters. Es verließen uns leider ver-